ADB:Eisenlohr, Wilhelm

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Artikel „Eisenlohr, Wilhelm Friedrich“ von Eugen Lommel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 769–770, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Eisenlohr,_Wilhelm&oldid=2494857 (Version vom 11. Dezember 2017, 22:46 Uhr UTC)
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Eisenlohr: Wilhelm Friedrich E. wurde 1. Jan. 1799 zu Pforzheim geboren und erhielt seine Schulbildung in Durlach. Als Schreiber erwarb er sich die Mittel, um die Universität Heidelberg zu beziehen (1817), wo er sich [770] dem Studium der Mathematik und Physik mit solchem Eifer widmete, daß er bereits 1819 zum Lehrer dieser Fächer am Lyceum zu Mannheim ernannt werden konnte. Nachdem er 21 Jahre lang in dieser Stellung erfolgreich gewirkt, übernahm er 1840 die Professur der Physik an der polytechnischen Schule in Karlsruhe, und daneben, während der ersten 15 Jahre seiner dortigen Thätigkeit, den physikalischen Unterricht in den obersten Lycealclassen. Nachdem im J. 1865 die Beschwerden des Alters ihn genöthigt hatten in den Ruhestand zu treten, erlag er zu Karlsruhe am 9. Juli 1872 einem Herzleiden. Unter seinen wenig zahlreichen aber werthvollen wissenschaftlichen Arbeiten ragt besonders hervor seine „Bestimmung der Wellenlängen der ultravioletten Lichtstrahlen mittelst des Beugungsspectrums (Pogg. Annalen Bd. 98). Sein im J. 1836 zuerst erschienenes treffliches „Lehrbuch der Physik“ fand die weiteste Verbreitung, er selbst besorgte noch die 1872 nöthig gewordene 10. Auflage. E. gründete zu Mannheim die erste Gewerbeschule Badens, und erwarb sich überhaupt um die Förderung des technischen Schulwesens des Großherzogthums große Verdienste.

Unsere Zeit VIII. 2. 1872. – Döll in v. Weech’s Badischen Biographieen I. 223 ff.