ADB:Ellrichshausen, Ludwig Freiherr von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Ellrichshausen, Ludwig Freiherr von“ von Carl Leisewitz in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 58, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ellrichshausen,_Ludwig_Freiherr_von&oldid=- (Version vom 16. September 2019, 23:22 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 6 (1877), S. 58 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Ludwig von Ellrichshausen in der Wikipedia
GND-Nummer 135904439
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|6|58|58|Ellrichshausen, Ludwig Freiherr von|Carl Leisewitz|ADB:Ellrichshausen, Ludwig Freiherr von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135904439}}    

Ellrichshausen: Ludwig Freiherr v. E., kgl. würtembergischer Kammerherr zu Assumstadt, geb. 17. April 1789 daselbst, † 11. April 1832 zu Hohenheim. Er übernahm nach dem Abgange des Directors Schwerz im September 1828 das Directorat der landwirthschaftlichen Akademie Hohenheim und stand diesem Institute bis zu seinem Tode mit ruhmwürdigem Eifer vor. E. war als Landwirth und Forstmann durch wissenschaftliche Bildung und eigene Erfahrung gleich tüchtig und im ganzen Lande angesehen; er hatte in den Jahren 1807 bis 1809 incl. das Studium des Forstwesens an der Forstschule des damaligen würtembergischen Forstrathes Hartig absolvirt und während dieser Zeit auch seinen Lehrer auf mehreren wissenschaftlichen Reisen begleitet. Demnächst wandte er sich mit Energie der Bewirthschaftung seiner ausgedehnten Land- und Forstbesitzungen zu und schuf dort binnen kurzer Zeit so vortreffliche Einrichtungen, daß Assumstadt bald als ein Muster land- und forstwirthschaftlichen Betriebes für In- und Ausländer galt. Durch viele seiner Berufsgenossen dazu aufgefordert war E. entschlossen, ein Privatinstitut für Land- und Forstwirthe auf seinem Gute zu errichten und hatte dasselbe bereits 1828 ins Leben gerufen, als ihm die Direction der Akademie Hohenheim angetragen wurde. Mit seiner Ernennung war auch der Anlaß gegeben zur Verschmelzung des neuen Privatinstitutes mit der königlichen Akademie, und so entstand unter Ellrichshausen’s Direction die Verbindung der Hochschulen für Land- und Forstwirthschaft in Hohenheim. – An der Lehrthätigkeit selbst nicht theilnehmend bot E. doch alles auf, um dieser combinirten Anstalt das Vertrauen des land- und forstwirthschaftlichen Publicums zu erwerben und dies hat er durch Erweiterung des Lehrkörpers wie durch Vervollständigung der Ausrüstung der ganzen Anstalt und durch seinen persönlichen Einfluß bald zu erreichen gewußt.

v. Lengerke, Landwirthsch. Conversationslexikon. Prag 1837. – Die land- und forstwiss. Lehranstalt Hohenheim. Eine Festgabe. Stuttg. 1842.