ADB:Engelhorn, Johann Christoph

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Artikel „Engelhorn, Johann Christoph“ von Karl Friedrich Pfau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 48 (1904), S. 376, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Engelhorn,_Johann_Christoph&oldid=- (Version vom 19. August 2019, 08:33 Uhr UTC)
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Engelhorn: Johann Christoph E., Verlagsbuchhändler in Stuttgart, Begründer der gleichnamigen Verlagsfirma daselbst, wurde geboren am 4. Juni 1818 zu Mannheim.[1] Ursprünglich Kaufmann wandte er sich später dem Buchhandel zu und begründete seine Selbständigkeit im J. 1860. Engelhorn’s Thätigkeit als Verleger bewegte sich fast ausschließlich auf dem Gebiete der Kunst- und Prachtwerklitteratur; die durch seine Energie geschaffenen Prachtausgaben: „Kunstwerke Italiens“; „Italien; eine Wanderung von den Alpen bis zum Aetna, von Stieler, Kaden u. A.“; „Kaden’s Schweizerland“ u. a. stellten ihn mit in die vorderste Reihe der Prachtwerkverleger. Sein erstes Unternehmen war die im Verein mit Emil Hochdanz von 1844 an herausgegebene „Allgemeine Musterzeitung“, das erste derartige Blatt in Deutschland. Hierauf folgte die rühmlich bekannte „Bibliothek der gesammten Handelswissenschaften“. Im J. 1863 begründete er die noch heute bestehende kunstgewerbliche Zeitschrift „Gewerbehalle“, die vielen Einfluß auf die Entwicklung unseres Kunsthandwerkes gewann. Andere technische Unternehmungen, wie z. B. die „Architektonische Rundschau“, schlossen sich daran an. Ein Sammelwerk von höchster wissenschaftlicher Bedeutung ist die von Fr. Ratzel herausgegebene „Bibliothek geographischer Handbücher“. Ein von ihm im Jahre 1880 veranstaltetes großes Unternehmen „Engelhorn’s Allgemeine Romanbibliothek“ leitete eine Sammlung besserer Belletristik ein, die in der Folge eine ungeahnte Verbreitung fand und noch jetzt findet. Die zur Zeit vorliegenden etwa 400 Bände zeugen von einer rastlosen Schaffensfreudigkeit. Mit dem von ihm fixirten Preise, Mk. –.50 für broschirte und Mk. –.75 für gebundene, solid ausgestattete Bände, hat er der Verbreitung guter und gediegener Erzählungslitteratur wirksamsten Vorschub geleistet. Nach seinem Tode, im Jahre 1890, ging das Geschäft an seinen Sohn Karl Engelhorn über, der ihm schon seit 1874 als Theilhaber zur Seite gestanden hatte.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. Engelhorn, Joh. Chrstph. XLVIII 376 Z. 14 v. o. l.: † 10. Mai 1897 in Stuttgart. [Bd. 56, S. 396]