ADB:Feigius, Johann Constantin

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Feigius, Johann Constantin“ von Heinrich Kábdebo in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 602–603, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Feigius,_Johann_Constantin&oldid=- (Version vom 26. Juni 2019, 00:35 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Feige, Karl
Nächster>>>
Feil, Joseph
Band 6 (1877), S. 602–603 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Mai 2013, suchen)
GND-Nummer 104317523
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|6|602|603|Feigius, Johann Constantin|Heinrich Kábdebo|ADB:Feigius, Johann Constantin}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=104317523}}    

Feigius: Johann Constantin F., Geschichtsschreiber und Poet aus Schlesien, geboren um 1658. Todesjahr unbekannt. F. studirte in Wien die Rechte und machte im J. 1683 im Studentencorps die Belagerung der Stadt durch die Türken mit. Dieses Ereigniß, wie die siegreiche Schlacht des Entsatzes begeisterten ihn zu einer poetischen Darstellung, deren Titel mit den Worten: „Adlers Kraft oder europäischer Heldenkern“ beginnend, nicht weniger denn 178 Worte zählt. Die Dichtung selbst besteht aus 11908 Versen, und wenn auch künstlerischer Behandlung baar, bleibt sie durch die überaus genaue Angabe der Tagesereignisse von großem Werthe; sie ist dem Wiener Stadtrathe gewidmet, welcher als Anerkennung ein Geschenk von 45 Gulden überreichte. Sein zweites Werk: „Wunderbahrer Adlersschwung oder fernere Geschichtsfortsetzung Ortelii Redivivi et continuati etc.“ (Wien, 2 Bde), diesmal in Prosa, ist für die Kenntniß der nach der Belagerung folgenden Schlachten und Gefechte, wie [603] auch des dann erfolgten diplomatischen Verkehres, eine ergiebige und verläßliche Quellenschrift. Ueber Feigius’ weitere Lebensumstände ist nichts bekannt.

Kábdebo, Ueber einige Curiosa der Wiener Litteratur I. – Derselbe, Bibliographie der Wiener Türkenbelagerungen S. 60 u. 98.