ADB:Feller, Franz Xaver von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Feller, Franz Xaverius von“ von Johann Schötter in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 6 (1877), S. 614, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Feller,_Franz_Xaver_von&oldid=- (Version vom 16. Juni 2019, 07:07 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 6 (1877), S. 614 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand August 2014, suchen)
GND-Nummer 100037518
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|6|614|614|Feller, Franz Xaverius von|Johann Schötter|ADB:Feller, Franz Xaver von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100037518}}    

Feller: Franz Xaverius v. F., geboren zu Brüssel den 18. August 1735, erhielt seine erste wissenschaftliche Ausbildung im Collegium der Jesuiten zu Luxemburg, studirte zwei Jahre (1752–54) an der Hochschule zu Rheims Philosophie und exacte Wissenschaften, trat dann zu Tournay ins Noviciat der Jesuiten und kam schließlich nach seinem Eintritt in diesen Orden nach Luxemburg zurück, wo er mehrere Jahre hindurch die zwei oberen Classen der Anstalt, Poesie und Rhetorik mit dem besten Erfolge leitete. Auf Befehl seiner Vorgesetzten bereiste F. das deutsche Reich, besuchte die Anstalten ihres Ordens in diesem Lande und verweilte längere Zeit in Ungarn und Siebenbürgen. Erst am 15. August legte er im Alter von 36 Jahren die feierlichen Gelübde seines Ordens ab. Er wirkte als Prediger zu Lüttich, als der Jesuitenorden in den österreichischen Ländern aufgehoben wurde (1773). Da begann erst recht seine litterarische Thätigkeit. Er hielt sich abwechselnd in Lüttich und Luxemburg auf. Schon seit 1760 hatte er bedeutende Beiträge geliefert für die seit 1704 in Luxemburg erscheinende periodische Zeitschrift: „La clef du cabinet des princes de l’Europe ou recueil historique et politique sur les matières du temps.“ Von 1773–94 war er der alleinige Verfasser dieses Werkes, das auch von jetzt an unter dem Titel „Journal historique et littéraire“ forterscheint. F. war ein entschiedener Gegner Josephs II., dessen religiöse und politische Reformen er mit allem Nachdruck bekämpfte. Er mußte sogar aus den österreichischen Staaten flüchten und fand gastliche Aufnahme beim Fürstbischof von Paderborn. Im J. 1797 ging er nach Regensburg und lebte dort unter dem Schutze des Bischofs dieser Diöcese bis zu seinem Tode (23. Mai 1802). Die vorzüglichsten Werke Feller’s sind: „Journal historique et littéraire“. 58 vol. in 8.; „Catéchisme philosophique ou recueil d’observations propres à défendre la religion chrétienne contre ses ennemis“, 3 vol. in 8.; „Dictionnaire historique“. 6 vol. in 8.; „Dictionnaire de géographie“, 2 vol. in 8.; „Réclamations Belgiques ou représentations faites au sujet des innovations de l’empereur Joseph II.“, 17 vol. in 8.; „Correspondance politique et anecdotique sur les affaires de l’Europe,“ 5 vol. in 8.; „Itinéraire ou voyages en diverses parties de l’Europe“, 2 vol. in 8.; „L’ouvrage posthume de politique, de morale et de littérature“, 4 vol. in 8.

Précis historique sur la vie et les ouvrages de l’abbé de F., Löwen 1824, vol. in 8. Neyen, Biographie Luxembourgeoise.