ADB:Fraenzel, Ignaz

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Artikel „Fraenzl, Ignaz“ von Moritz Fürstenau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 204, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fraenzel,_Ignaz&oldid=- (Version vom 18. September 2019, 03:00 Uhr UTC)
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Fraenzl: Ignaz F., geb. in Mannheim 3. Juni 1736, kam 1750 als Violinist in die dortige kurfürstliche Capelle, wurde einige Jahre später Concertmeister und dann Musikdirector desselben Instituts. 1790 war er auch Director des Mannheimer Theaterorchesters; Mozart hörte dort am 2. Oct. desselben Jahres seinen Figaro unter Fraenzl’s Direction (Jahn II, 460). Sein Todesjahr ist bis jetzt nicht mit Bestimmtheit zu ermitteln gewesen. Er soll 1803 gestorben sein; nach anderen Angaben war er 1812 noch am Leben. Ueber Fraenzl’s Bildungsgang ist nichts bekannt geworden; doch hat er als Mitglied der einflußreichen Mannheimer Violinschule jedenfalls in Beziehungen zu dem Begründer derselben, zu Joh. Karl Stamitz sowie zu Christian Cannabich gestanden. F. wurde rasch bekannt als tüchtiger Violinist und Lehrer; sein Ruf verbreitete sich durch mehrfache, in Deutschland, Frankreich und England unternommene erfolgreiche Kunstreisen. Ein Urtheil über ihn im Berliner musikal. Wochenblatte vom J. 1791 sagt: „Sein Spiel ist zwar feurig und brillant, sein Strich fest und kräftig und sein Ton rein und voll, aber alles mehr orchestermäßig als virtuos und ohne den zarten schmelzenden Gesang, wodurch die Violine so wundervoll wirkt.“ – Gerber führt in seinem alten und neuen Tonkünstler-Lexikon folgende Compositionen von F. an: „2 Violinconcerte“, Op. 1, „6 Violintrio’s“ Op. 2 und „6 Violinquartette“ Op. 3 (Paris 1778); „Violinconcert Nr. 7“ Op. 9 (Mannheim).

Wasielewski, Die Violine und ihre Meister, Leipzig 1869. S. 187.