ADB:Frobes, Johann Nikolaus

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Artikel „Frobesius, Johann Nikolaus Frobes genannt“ von Moritz Cantor in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 129–130, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Frobes,_Johann_Nikolaus&oldid=- (Version vom 8. Dezember 2019, 09:17 Uhr UTC)
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Frobesius: Johann Nikolaus Frobes genannt F., Philosoph und Mathematiker, geb. am 7. (oder 11.) Jan. 1701 zu Goslar, † am 11. Sept. 1756 zu Helmstädt. Der Vater des F. war Rathsherr in Goslar und ließ sich die sorgfältigste Erziehung des Sohnes angelegen sein, wie dessen Fähigkeiten sie als lohnend erscheinen liessen. 1720 bezog F. die Universität Helmstädt als Hausgenosse des dortigen Professors der Physik, C. D. Koch, dessen Kinder er zu unterrichten hatte. 1723 ging F. nach Halle, um bei Chr. v. Wolf Philosophie zu studiren und folgte diesem bei seiner gerade damals verhängten Ausweisung aus Preußen nach Marburg. Dort lag er philosophischen und theologischen Studien ob und absolvirte beide, so daß er 1725 in Goslar einige Mal als Prediger auftrat. Der Wunsch, eine Universitätslaufbahn einzuschlagen, führte ihn 1726 nach Helmstädt, wo er sich als Privatdocent der Philosophie habilitirte und als Vertreter Wolf’scher Philosophie sich rasch großen Zulaufes erfreute. Seine Ernennung zum ordentlichen Professor der Logik und Metaphysik erfolgte 1740, die zum Professor der Physik und Mathematik 1741, worauf er nach 10jähriger Verbindung beider Lehrfächer 1751 die philosophischen Vorlesungen abgab. Seine zahlreichen bei Meusel (Lexikon der vom J. 1750 bis 1800 verstorbenen teutschen Schriftsteller Bd. III. S. 536–538) verzeichneten Schriften beziehen sich theils auf Philosophie, theils wie seine verdienstliche „Encyclopaedia mathematica memorialis“ in 6 Bänden auf Mathematik, theils auf Gelehrtengeschichte. Eine Geschichte der helmstädtischen Mathematiker vermochte er nur so weit zu fördern, daß er drei Probestücke der „Rudimenta biographiae mathematicae“ veröffentlichte. In der weiteren Ausarbeitung unterbrach ihn der Tod.

[130] Ersch und Gruber, Allgemeine Encyklopädie der Wissenschaften und Künste, I. Section, 50. Theil, S. 262–263 Artikel von Heinrich Döring.