ADB:Gorczkowski, Karl Ritter von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Gorczkowski von Gorczkow, Karl Ritter“ von Wilhelm Edler von Janko in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 372, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gorczkowski,_Karl_Ritter_von&oldid=- (Version vom 9. Dezember 2019, 12:52 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Goercke, Johann
Nächster>>>
Gordon, Johann
Band 9 (1879), S. 372 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Karl Gorzkowski von Gorzkow in der Wikipedia
GND-Nummer 136051294
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|9|372|372|Gorczkowski von Gorczkow, Karl Ritter|Wilhelm Edler von Janko|ADB:Gorczkowski, Karl Ritter von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=136051294}}    

Gorczkowski: Karl Ritter G. von Gorczkow, österreichischer General der Cavallerie. 1778 zu Babyce in Ostgalizien geboren, trat er 1792 als Cadet in die Armee ein und machte von 1793–1809 alle Feldzüge mit, während welcher Zeit er die unteren Officierschargen bis zum Major durchlief. In eben diesem letzteren Jahre ward er Oberstlieutenant und befand sich mit seinem Regimente (Merveldt-Ulanen) bei der Brigade des F. M. Radetzky, woselbst er den thätigsten Antheil an allen jenen Avant- und Arrièregarde-Gefechten nahm, in welchen sich diese Brigade Ruhm erworben hat. Gegen Ende der Campagne von 1812, die er ebenfalls mitmachte, avancirte G. zum Obersten und stand während des darauffolgenden Krieges bei der Armee in Italien. Beim Ausbruch der Revolution in Italien 1848 befand sich G., der mittlerweile in den Friedensjahren bis zum General der Cavallerie vorgerückt war, als Festungscommandant in Mantua. Ungeachtet sehr mißlicher Zustände, in der sich diese Festung befand und trotz anderer widriger Umstände gelang es G. dennoch, dieselbe gegen alle Angriffe zu behaupten, wofür er auch das Theresienkreuz erhielt. 1849 folgte er dem F. M. L. Graf Wimpfen, als dieser in das römische Gebiet einrückte, mit einer Reserve nach und blieb in Bologna als Militär- und Civil-Gouverneur. Dieselbe Stellung bekleidete er sodann nach der Einnahme von Venedig hier, wo er auch hochbetagt 1858 starb.

Hirtenfeld, Oesterreichischer Militär-Kalender 1859.