ADB:Graf, Johann

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Graf, Johann“ von Moritz Fürstenau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 549, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Graf,_Johann&oldid=- (Version vom 27. Juni 2019, 03:00 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Graf, Karl Heinrich
Band 9 (1879), S. 549 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johann Graf (Komponist) in der Wikipedia
GND-Nummer 122356306
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|9|549|549|Graf, Johann|Moritz Fürstenau|ADB:Graf, Johann}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=122356306}}    

Graf: Johann G., aus dem Gebiete der ehemaligen Reichsstadt Nürnberg gebürtig, bildete sich durch Unterricht in der Composition, sowie auf verschiedenen Instrumenten, insbesondere der Violine, zum tüchtigen Musiker aus. Er erhielt zunächst eine Stelle im Orchester des sogenannten „deutschen Hauses“ in Nürnberg, kam dann als Instructor und „Hoboisten-Meister“ zum „Löffelholtz’schen Regiment“ nach Ungarn, in welcher Stellung er zwei Mal Wien besuchte, wodurch seine weitere Ausbildung wesentlich gefördert wurde. Im Jahre 1718 trat er in die Dienste des Kurfürsten von Mainz, bald darauf in die des Bischofs von Bamberg, wurde aber später als Concertmeister nach Rudolstadt berufen, wo er um 1745 als Capellmeister starb. Gerber (Neues Tonkünstlerlexikon II) nennt folgende Compositionen Graf’s für Violine mit beziffertem Baß: „6 Sonate op. 1“ (Bamberg 1718); „6 Sonate op. 2“ (Rudolstadt 1723). Auch 6 „kleine Partien“ von ihm für zwei Violinen, Viola und Baß (op. 5, 1739) sind bekannt geworden. Eine neunstimmige Motette („In convertendo“) besitzt die Pariser Bibliothek. G. hatte 6 Söhne, die er sämmtlich zu tüchtigen Musikern erzog, doch haben sich nur Christian Ernst und Friedrich Hartmann (s. o.) besonders hervorgethan.