ADB:Gurlitt, Johann Friedrich Karl

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Artikel „Gurlitt, Johann Friedrich Karl“ von Carl Bertheau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 185, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gurlitt,_Johann_Friedrich_Karl&oldid=- (Version vom 26. Mai 2019, 10:08 Uhr UTC)
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Gurlitt: Johann Friedrich Karl G., lutherischer Theologe, wurde am 28. November 1802 zu Hamburg geboren. Mit dem voraufgehenden, dem Director Johann Gottfried G., war er sehr weitläufig verwandt; sein sechster Vorfahr, ein Mälzer und Brauer Georg G. zu Hintorf in Sachsen, war der vierte Vorfahr des Directors. Unser G. besuchte von 1817–22 unter dem genannten Director das Johanneum seiner Vaterstadt, dann im Sommer 1822 das akademische Gymnasium derselben und bezog im October 1822 die Universität Halle, von welcher er nach fünf Semestern noch auf ein Jahr nach Berlin ging. Im J. 1826 machte er das theologische Candidatenexamen in Hamburg und ward zugleich Lehrer am Johanneum; am 29. März 1829 ward er zum Katecheten am Zucht- und Spinnhause, dem Strafgefängniß, und am 12. Januar 1833 zum Pastor zu Billwerder an der Bille erwählt. In dieser in den Elbmarschen, zwei Stunden östlich von der Stadt Hamburg gelegenen Landgemeinde wirkte er 31 Jahre lang. Am 7. Mai 1833 hatte er sich verheirathet; er starb am 25. Juni 1864, seine Frau und sechs Söhne hinterlassend. – G. hatte einen scharfen Verstand und ein reiches Wissen, wovon eine große Anzahl theologischer Abhandlungen, welche er namentlich in den „Theologischen Studien und Kritiken“ veröffentlichte, Zeugniß ablegen; und er würde einer theologischen Facultät sicher Ehre gemacht haben, während seine besonderen Gaben in seinem abgelegenen Marschdorfe kaum zur Geltung kamen. In seinen letzten Jahren dachte er auch an die Herausgabe einer Auswahl seiner Gedichte; er starb aber während der Vorbereitungen zu derselben.

Lexikon der hamb. Schriftsteller III, S. 23 ff.; ferner die Registerhefte zu den vier ersten Jahrzehnten der „Studien und Kritiken“; außerdem H. Sengelmann, Bote aus dem Alsterthal, 5. Jahrgang 1864, Nr. 27 u. 28. Ein vollständiges Verzeichniß seiner schriftstellerischen Arbeiten, die größtentheils in verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen zerstreut sind, ist nicht vorhanden.