ADB:Hardegg, Ignaz Graf von

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Artikel „Hardegg auf Glatz und im Machlande, Ignaz Graf“ von Wilhelm Edler von Janko in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 556–557, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hardegg,_Ignaz_Graf_von&oldid=- (Version vom 21. September 2019, 01:39 Uhr UTC)
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Hardegg: Ignaz Graf H. auf Glatz und im Machlande, österreichischer General der Cavallerie. Geboren den 30. Juli 1772 zu Wien und ebendaselbst gestorben am 17. Februar 1848. H. machte schon als 16jähriger Jüngling seinen ersten Feldzug und zwar unter Laudon gegen die Türken mit, und in den darauffolgenden französischen Kriegen fand er mehrfache Gelegenheit sich auszuzeichnen. So that er sich als Rittmeister besonders bei der Erstürmung der Weissenburger Linien, in den Gefechten von Uttenhofen und Neuburg derart hervor daß ihn Wurmser in den Relationen nannte und im Gefechte bei Handschuchsheim 1795 erwarb er sich das Theresienkreuz. 1796 diente er ununterbrochen bei der Armee in Deutschland, ebenso 1800, in welchem Jahre er die aus Breisach hervorbrechenden Ausfallstruppen mit so viel Glück zurück schlug, daß er vom Erzherzog Karl im Generalsbefehl belobt und auf Kray’s Vorschlag zum Major befördert wurde. An dem Feldzuge von 1805 konnte H., der Oberst und Commandant des Regimentes Schwarzenberg geworden, Krankheit wegen nicht Antheil nehmen, dagegen zeichnete er sich 1809 in dem Cavalleriegefechte bei Eßlingen am Vorabende des Schlachttages von Aspern und in dieser Schlacht selbst aus. Mittlerweile zum Generalmajor vorgerückt, vertheidigte er heldenmüthig Baumersdorf im Kampfe bei Wagram und erhielt hiefür das Commandeurkreuz des Theresienordens. Während des Feldzuges von 1813 focht H. bei Dresden und leistete namentlich auf dem Rückzuge nach Böhmen Vorzügliches, so daß er zum Feldmarschall-Lieutenant erhoben ward. Bei Leipzig führte er die Avantgarde des linken Flügels, wurde aber bei Dölitz am Kopfe derart gefährlich verwundet, daß er sich von der Armee trennen mußte. Das Jahr darauf stand er jedoch schon wieder an der Spitze seiner Division; er erstürmte die von General Montbrun hartnäckig vertheidigte Stadt Moret und nahm an anderen Gefechten bei der Südarmee gegen Augereau Antheil. Während der Congresse zu Wien, Troppau, Verona und Laibach befand sich H. bei der Person des Czaren. 1829 wurde er Militärcommandant von Linz, 1830 Commandirender [557] von Siebenbürgen und endlich 1831 als General der Cavallerie Hofkriegsrathspräsident, welche Würde er bis zu seinem Tode bekleidete.

Oesterr. Milit. Zeitschrift, Jahrg. 1848.