ADB:Harsch, Ferdinand Philipp Graf von

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Artikel „Harsch, Ferdinand Philipp Graf von“ von Wilhelm Edler von Janko in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 643, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Harsch,_Ferdinand_Philipp_Graf_von&oldid=- (Version vom 18. November 2019, 12:31 Uhr UTC)
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Harsch: Ferdinand Philipp Graf v. H., österreichischer Feldzeugmeister. Geboren den 21. November 1704, gestorben den 1. November 1792. Ein Sohn des Vorigen legte H. seine ersten Proben von besonderer Tapferkeit im Türkenkriege von 1739 ab, in welchem er als Oberst ein Infanterieregiment commandirte. Im österreichischen Erbfolgekriege kämpfte er als Generalmajor mit Auszeichnung bei Hohenfriedberg (4. Juni 1745), Piacenza (16. Juni 1746), dann bei der Unternehmung auf Genua, sowie in der Provence, avancirte auch während dieser Zeit zum Feldmarschalllieutenant. Seiner Erfahrungen und Kenntnisse wegen ward H. zu verschiedenen ausgezeichneten Stellen berufen, und ob der Geschicklichkeit, mit welcher er als kaiserlicher Commissär 1753 die seit 250 Jahren bestandenen Grenzstreitigkeiten mit der Republik Venedig schlichtete, wurde er Feldzeugmeister und Generalcommissär von Gräz und Friaul. Im siebenjährigen Kriege belagerte H. 1758 Neisse, leitete 1760 die Belagerung von Glatz (woselbst er mehrere Kopfwunden erhielt): die Erstürmung von Glatz erfolgte durch Laudon. H. wurde 1761 Geniedirector, 1772 Gouverneur von Oesterreichisch-Schlesien. Die Festung Königgrätz ist nach seinen Entwürfen gebaut.

Hirtenfeld, Oesterr. Milit.-Lexikon, Wien 1853, III. Bd.