ADB:Heiligenstein, Konrad von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Heiligenstein, Konrad von“ von Karl Christian Bruhns in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 316, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Heiligenstein,_Konrad_von&oldid=3426829 (Version vom 22. September 2018, 02:05 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Heiler, Günther
Nächster>>>
Heilmann, Andreas
Band 11 (1880), S. 316 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Conrad von Heiligenstein in der Wikipedia
GND-Nummer 135688922
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|11|316|316|Heiligenstein, Konrad von|Karl Christian Bruhns|ADB:Heiligenstein, Konrad von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135688922}}    

Heiligenstein: Konrad v. H. wurde geboren am 8. September 1774 und starb am 21. April 1849 in Mannheim. Nachdem er die Rechte studirt trat er in den badischen Staatsdienst und wurde Hofgerichtsrath in Mannheim. Er beschäftigte sich nebenbei viel mit Astronomie und rechnete verschiedene Elemente und Ephemeriden der Kometen II 1822, I 1825, V 1826, I 1827, 1832 etc. Einige kleine Aufsätze über eine Bessel’sche Gleichung des dritten Grades, einen Beweis über ein Gaußisches Verfahren bei Reduction der Circummeridianhöhen der Sonne publicirte er in den Astronomischen Nachrichten. Er berechnete auch sehr fleißig aus Beobachtungen die geographische Lage der Orte, wo die Beobachtungen angestellt waren, z. B. die Lage der Pyramiden in Aegypten aus Rüppel’s Beobachtungen, die Länge von Tor an der Ostküste des Meerbusens von Suez aus Niebuhr’s Beobachtungen etc. und beobachtete auch selbst in Verbindung mit dem Hofastronomen Nicolai in Mannheim himmlische Phänomene. (Vgl. Poggendorff, Biographisch-litterarisches Handwörterbuch.)

Anton v. H., sein Sohn, geboren 1805 in Mannheim, gestorben am 24. April 1834 in Heidelberg, widmete sich ganz der Astronomie. Im J. 1829 erwarb er sich den Doctorgrad durch die Dissertation „Methodos elevationem poli astronomice determinandi sistens“ und habilitirte sich später in Heidelberg. Er rechnete für das Berliner Jahrbuch mehrere Jahre die Ephemeriden der Ceres und Encke widmete ihm nach seinem, durch Blutsturz erfolgten raschen Tode im Berliner Jahrbuch einige Worte warmer Anerkennung.