ADB:Hensel, Johann Daniel

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Artikel „Hensel, Johann Daniel“ von Jakob Franck in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 11 (1880), S. 789, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hensel,_Johann_Daniel&oldid=- (Version vom 18. Januar 2020, 20:21 Uhr UTC)
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Hensel: Johann Daniel H., Philolog und pädagogischer Schriftsteller, geb. 31. Decbr. 1757, † 10. Decbr. 1839. Von seinem Vater, einem Auditor zu Goldberg in den alten Sprachen und im Hebräischen, sowie in mehreren neueren unterrichtet, besuchte er 1772–77 das Lyceum zu Hirschberg und bezog 1778–80 die Universität Königsberg, wo er vorzüglich philologische und philosophische Vorlesungen hörte, wurde 1781 Hauslehrer und 1782 Rektor der Schule zu Strehlen. Dieses Amt gab er jedoch schon 1784 wieder auf, um als Hofmeister eines Herrn von Aulock mit diesem die Universität Halle zu beziehen. Hier versuchte er als Privatdocent sich niederzulassen, übernahm aber, weil eben keine erfreulichen Aussichten für seine Subsistenz als solcher vorhanden waren, neuerdings eine Hofmeisterstelle bei dem Justizrathe von Richthofen in Erdmannsdorf. Im J. 1792 errichtete er in Hirschberg ein Erziehungsinstitut für Mädchen und später ein ähnliches für Knaben, welch’ letzteres bald eines so guten Rufes sich erfreute, daß es sogar von Zöglingen aus der Havanna besucht wurde. Er starb bis in das höchste Alter als Erzieher thätig zu Hirschberg. Als Schriftsteller hat sich H. durch eine Reihe von Erziehungsschriften verdient gemacht, die zum Theil in wiederholten Auflagen erschienen; unter diesen zeichnen sich besonders aus: „System der weibl. Erziehung“ (1787. 2 Thle.), „Allgemeine Sprachlehre“ (1807) und: „Das Weltgebäude“ (1819).

Hergang, pädagog. Real-Encyclop. II, 37–39. Bechstein, Deutsche Männer in Biogr. III, 42. Diesterweg, Rhein. Blätter 1840. S. 80–82.