ADB:Kessler, Franz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Keßler, Franz“ von Johann Jakob Merlo in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 655, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kessler,_Franz&oldid=- (Version vom 23. Januar 2020, 05:43 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Kesler, Andreas
Band 15 (1882), S. 655 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Franz Kessler (Maler) in der Wikipedia
GND-Nummer 124539181
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|15|655|655|Keßler, Franz|Johann Jakob Merlo|ADB:Kessler, Franz}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=124539181}}    

Keßler: Franz K., ein geschickter Bildnißmaler, den man für Geldorp’s Schüler hält. Er arbeitete zu Köln im zweiten und dritten Decennium des 17. Jahrhunderts und war am 24. October 1615 in die Register der Malerzunft eingeschrieben worden. Um 1620 trat er für einige Jahre ein künstlerisches Wanderleben an, und als er im Januar 1624 sich wiederum in Köln befand, gerieth er seines religiösen Bekenntnisses wegen in einen, wie es scheint wenig gerechtfertigten, Argwohn, der zu wiederholten Besprechungen in den Rathsverhandlungen veranlaßte. Nachdem er „das Documentum, daß er communicirt habe“, beigebracht, ließ man ihn in Ruhe. Ein meisterhaftes Bildniß eines Mannes mit reichgesticktem Koller bezeichnete er mit seinem Namen und der Jahreszahl 1621. 1628 malte er das Bildniß des geschätzten Kölner Historiographen Aegidius Gelenius. Die Merlo’sche Sammlung besitzt ein kleines, zart ausgeführtes männliches Bildniß von ihm, voll blühender Lebensfrische, das sein Monogramm nebst der Jahresangabe 1629 trägt. Ueber das letztgenannte Jahr reicht die Kunde von seiner Künstlerthätigkeit nicht hinaus. Daß er auch im Fache der Miniaturmalerei wohlgeübt war, ist bereits früher in dem Artikel über Jabach berichtet worden.