ADB:Kirsten, Johann Gottfried

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Artikel „Kirsten, Johann Gottfried“ von Moritz Fürstenau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 33, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kirsten,_Johann_Gottfried&oldid=- (Version vom 18. Juli 2019, 18:16 Uhr UTC)
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Kirsten: Johann Gottfried K., geb. zu Luckau in der Niederlausitz am 5. Septbr. 1735, erhielt den ersten Unterricht in der Musik von seinem Vater, dem dortigen Stadtmusikus, im Orgelspiel und in der Composition später von dem damals nicht unbekannten Organisten Schaden in Luckau. Die höhere musikalische Ausbildung ertheilte ihm der berühmte Graun in Berlin. Im J. 1756 ward er Musikdirector des Grafen Promnitz in Drehna, nach dessen Tode kam er nach Dresden, wo er 1767 Organist an der reformirten Kirche und 1789 Hoforganist an der evangelischen Hofkirche wurde. In dieser Stellung starb er im November 1815. Er hat eine große Anzahl Cantaten, Motetten, Claviersachen u. s. w. gesetzt, die aber nur im Manuscript bekannt geworden sind. – Sein Sohn und Schüler Friedrich Georg K., geb. zu Dresden am 15. Januar 1769, folgte 1789 seinem Vater als Organist an der reformirten Kirche; 1794 wurde er ihm als Adjunkt an der evangelischen Hofkirche beigegeben. Nach dem Tode des Vaters wurde er dessen Nachfolger im Amte und starb am 10. August 1825. Nach Gerber sind von ihm einige Compositionen im Druck erschienen, und zwar drei Claviersoli Op. 1 (Offenbach) und zwei dergleichen Op. 2 (ebendas.). – Ein Bruder des Johann Gottfried K., nämlich Gotthelf Karl Friedrich K., ebenfalls zu Luckau geboren, war bis 1795 Cantor daselbst, dann in gleicher Stellung in Herzberg und von 1805 an Diaconus in Zörbig. Von ihm erschienen: „Lieder für gesellige und einsame Freuden, gedichtet von Fr. Voigt und für Clavier gesetzt“ etc. (Hamburg bei Günther, 1797).