ADB:Klein, Friedrich August

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Klein, Friedrich August“ von Georg Christian Bernhard Pünjer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 90, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Klein,_Friedrich_August&oldid=- (Version vom 21. August 2019, 03:35 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 16 (1882), S. 90 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Friedrich August Klein in der Wikipedia
GND-Nummer 116211199
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|16|90|90|Klein, Friedrich August|Georg Christian Bernhard Pünjer|ADB:Klein, Friedrich August}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116211199}}    

Klein: Friedrich August K., ward am 7. November 1793 zu Friedrichshaida bei Ronneburg (Sachsen-Altenburg) geboren. Seit 1800 vom Rector Gschwend zu Hartmannsdorf unterrichtet, bezog er 1808 das Gymnasium zu Altenburg, 1811 die Universität Jena, wo er philologischen, philosophischen und theologischen Studien sich widmete. Nach Beendigung derselben als Collaborator an der Stadtkirche und als erster Lehrer an der Freischule zu Jena angestellt, promovirte K. 1816 als Doctor der Philosophie, 1817 als Baccalaureus der Theologie und begann theologische Vorlesungen zu halten. In demselben Jahre begründete er mit W. Schröter die theologische Oppositionsschrift „Für Christenthum und Gottesgelahrtheit“, zu dem Zweck, allem Einseitigen und Falschen in Theologie und Kirche freimüthig entgegenzutreten, die reine Christuslehre vor menschlichen Zusätzen zu bewahren und die Achtung für die Resultate historischer und philosophischer Forschung zu pflegen. (Dieselbe ward seit 1828 von Fries, Schröter und Schmid fortgeführt unter dem Titel „Für Theologie und Philosophie“ bis zum J. 1831.) Nachdem er 1819 zum Diaconus und Garnisonprediger, 1822 zum Licentiaten und außerordentlichen Professor der Theologie aufgerückt war, starb K. bereits den 12. Februar 1823 an einem langjährigen Brustleiden. Von seinen Schriften sind die „Vertrauten Briefe über Christenthum und Protestantismus“ (Jena 1817) und die „Grundlinien des Religiosismus“ (Jena 1819) die wichtigsten. Seine Stellung läßt sich dahin charakterisiren, daß er den Kant’schen Rationalismus durch Zurückgehen auf das unmittelbare Innewerden Gottes in Gemüth und Gewissen zu vertiefen suchte. Schriften bei Döring, Die gelehrten Theologen des 18. und 19. Jahrhunderts.