ADB:Klose, Karl Rudolf Wilhelm

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Klose, Karl Rudolf Wilhelm“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), S. 454–455, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Klose,_Karl_Rudolf_Wilhelm&oldid=- (Version vom 26. Juni 2019, 16:50 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Keller, Adelbert von
Band 17 (1883), S. 454–455 (Quelle).
Wikisource-logo.png Karl Rudolf Wilhelm Klose bei Wikisource
Wikipedia-logo-v2.svg Karl Rudolf Wilhelm Klose in der Wikipedia
GND-Nummer 116234393
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|17|454|455|Klose, Karl Rudolf Wilhelm|l. u.|ADB:Klose, Karl Rudolf Wilhelm}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116234393}}    

Klose *): Karl Rudolf Wilhelm K., geb. zu Hamburg am 6. October 1804, † am 7. Juli 1873 ebenda, hatte, nachdem er das Johanneum seiner Vaterstadt unter Gurlitt besucht hatte, von Ostern 1826 an in Halle und Breslau Theologie studirt und habilitirte sich im Januar 1830 in Göttingen, wo er exegetische Collegia las. Vom J. 1832 bis zum J. 1842 lebte er als Privatdocent in Kiel, wo er historische und exegetische Vorlesungen hielt und sieben Jahre lang an der dortigen Bibliothek arbeitete. Im J. 1842 kehrte er in seine Vaterstadt zurück und lebte hier bis zu seinem Tode; er ward hier im J. 1846 Hülfsarbeiter und seit dem Jahre 1853 Secretär an der Stadtbibliothek, zugleich daneben vom Jahre 1851 an Hülfslehrer und dann von 1856–1862 Collaborator an der Realschule des Johanneums. Besondere Freude hatte er an seiner Arbeit an der Stadtbibliothek, auf welche sich in den letzten 11 Jahren seines Lebens seine amtliche Thätigkeit beschränkte. Außerdem lieferte er zahlreiche Beiträge zu theologischen Zeitschriften und zur ersten Auflage der Herzog’schen theologischen Realencyklopädie; auch für die ersten Bände dieser Allgemeinen deutschen Biographie hat er mehrere Artikel geliefert. Während seine Privatstudien sich anfänglich mehr der Dogmengeschichte zuwandten, wovon seine Monographien über Eunomius, Basilius den Großen u. s. f. Zeugniß ablegen, wandten sie sich später besonders der kirchlichen Statistik und der Biographie und Litteraturgeschichte zu; unter seinen Arbeiten der letzteren Art sind der 4. und 5. Band des Lexikons der hamburgischen Schriftsteller, dessen Herausgabe er nach [455] Hans Schröder’s Tode und F. A. Cropp’s Rücktritt von der Redaction übernommen hatte, wol um so mehr zu nennen, als ohne Klose’s Bereitwilligkeit diese mühevolle und verdienstliche Arbeit damals kaum würde fortgesetzt sein.

Lexikon der hamb. Schriftsteller IV, S. 63 ff. – Verzeichniß der Vorlesungen, welche am hamburgischen Akademischen und Realgymnasium von Ostern 1874 bis Ostern 1875 gehalten werden sollen, Hamburg 1874, S. IV f.

[454] *) Zu Bd. XVI, S. 226.