ADB:Knaur, Imanuel August Hermann

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Knaur, Imanuel August Hermann“ von Carl Clauß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 270, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Knaur,_Imanuel_August_Hermann&oldid=- (Version vom 18. November 2019, 23:32 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Knauer, Thomas
Nächster>>>
Knaus, Karl
Band 16 (1882), S. 270 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Hermann Knaur in der Wikipedia
GND-Nummer 116250208
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|16|270|270|Knaur, Imanuel August Hermann|Carl Clauß|ADB:Knaur, Imanuel August Hermann}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116250208}}    

Knaur: Imanuel August Hermann K., Bildhauer, geb. 1811 zu Leipzig, † daselbst 1872. Nachdem er früh seinen Vater, der Lehrer war, verloren hatte, wurde er zu einem Töpfer in die Lehre gegeben. Hier, wie während seiner sechsjährigen Militärdienstzeit, folgte K. in seinen Freistunden seinen künstlerischen Neigungen. Durch kleine plastische Arbeiten zog er die Aufmerksamkeit einiger Leipziger Kunstfreunde auf sich, mit deren Unterstützung er nach Dresden ging, um sich unter Rietschel’s Leitung der Bildhauerei zu widmen. Er studirte drei Jahre unter diesem Meister und arbeitete sodann eine Zeit lang für Ernst Hähnel. Knaur’s erste selbständige Arbeit, „Der Wanderer mit dem Hunde“, wurde vom sächsischen Kunstverein angekauft. Nach Leipzig zurückgekehrt, erhielt er bei der Concurrenz zum Beethovendenkmal für Bonn den zweiten Preis, wodurch man sich in Dresden veranlaßt fand, ihm ein Stipendium zu einer Reise nach Italien zu bewilligen, die er 1843 antrat. In Rom führte er eine Statue „Ein Mädchen, das Tauben füttert“ in Marmor und eine Gruppe „Kain und Abel“ in Thon aus. 1845 kehrte er nach Leipzig zurück, wo er bis zu seinem Tode thätig war. Zu seinen Hauptwerken gehört ein Fries im Vestibul des königlichen Museums zu Dresden, welcher den Entwickelungsgang der italienischen Malerei darstellt; sodann die Kolossalbüste von Leibnitz für die Aula der Leipziger Universität und die Lessing’s für Kamenz, wie auch die Zöllnerbüste und das Gellertstandbild für Leipzig. Im Auftrage des Kaisers Maximilian schuf er für Miramare eine Reihe Büsten berühmter Männer.