ADB:Krombholz, Anton

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Krombholz, Anton“ von Franz Heinrich Reusch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), S. 184, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Krombholz,_Anton&oldid=- (Version vom 19. Juni 2019, 07:33 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Cromberger, Kaspar
Band 17 (1883), S. 184 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Mai 2011, suchen)
GND-Nummer 129531200
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|17|184|184|Krombholz, Anton|Franz Heinrich Reusch|ADB:Krombholz, Anton}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=129531200}}    

Krombholz: Anton K., katholischer Geistlicher, geb. am 25. October 1790 zu Niederpolitz bei Böhmisch-Leipa, † am 26. Februar 1869 zu Wien. Nachdem er zu Leipa als der Sohn armer Eltern unter vielen Entbehrungen das Gymnasium absolvirt hatte, hörte er 1809–1811 in Prag philosophische Vorlesungen und schloß sich dort an Bolzano an. Im November 1812 trat er in das bischöfliche Seminar zu Leitmeritz und wurde dort, sobald er seine Studien vollendet und die Priesterweihe empfangen, 1816 Professor des Bibelstudiums des Neuen Bundes, aber schon 1830 in die Untersuchung gegen Bolzano und gegen seinen Freund und Collegen Fesl verwickelt und abgesetzt. 1821 wurde er Pfarrer in Leipa und bemühte sich dort namentlich für Hebung des Schulwesens. 1832 wurde er zugleich Bezirksdechant, 1833 Schulinspector. Im December 1848 wurde er von dem Unterrichtsminister Graf Stadion zu den Berathungen über die Organisation des Volksschulwesens nach Wien berufen, am 21. Februar 1850 unter Graf Leo Thun zum Sectionsrath im Cultus- und Unterrichtsministerium ernannt. Wegen Erblindung wurde er 1858 quiescirt. K. ist für die Hebung des Schulwesens sehr thätig gewesen. Geschrieben hat er nur einige kleine Gelegenheitsschriften, u. A. „Ueber Albrecht v. Waldstein, den Stifter des Leipaer Gymnasiums“, 1835. Eine Zeit lang gab er den „Oesterreichischen Schulboten, Wochenblatt für die vaterländische Volksschule“ heraus.

Th. Wiedemann, Anton Krombholz. Eine biographische Skizze, in der Oesterr. Vierteljahrsschr. f. kath. Theol., 1870. 71.