ADB:Krug, Hans der Ältere

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Krug, Hans der Ältere“ von Rudolf Bergau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 17 (1883), S. 214, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Krug,_Hans_der_%C3%84ltere&oldid=- (Version vom 16. Juni 2019, 09:09 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Krug, Hans
Band 17 (1883), S. 214 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Januar 2019, suchen)
GND-Nummer 129127930
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|17|214|214|Krug, Hans der Ältere|Rudolf Bergau|ADB:Krug, Hans der Ältere}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=129127930}}    

Krug: Hans K. der ältere, Nürnberger Goldschmied, welcher sich besonders als Eisengraber (Stempelschneider) ausgezeichnet hat, wurde um 1455 geboren, erhielt 1484 das Meisterrecht, besaß ein Haus auf dem Obstmarkt, welches nach seinem Tode 1519 um 800 fl. an Michel Krug verkauft wurde, hielt im Rathhause einen Goldschmiedladen, wofür er dem Rathe einen jährlichen Zins entrichtete; wurde, da er im Probiren und Scheiden der Metalle besonders geschickt war, bald Schaumeister und Münzmeister des Rathes. Als solcher fertigte er die Stempel für die Nürnberger Münzen, prägte aber auch auf eigene Rechnung Münzen, legte sein Amt jedoch 1509 nieder. K. fertigte 1499 mit besonderer Genehmigung des Raths auch Münzstempel, sowie goldene und silberne Münzen für den König von Ungarn und 1508 und 1509 für den Kurfürsten Friedrich von Sachsen. Leider war es bis jetzt nicht möglich, die von ihm gefertigten Münzen zu bestimmen. K. hatte von zwei Frauen, beide Ursula geheißen, sechs Kinder, Hans, Ludwig, Erasmus, Paulus, Endres und Ursula, von welchen die beiden ersten gleichfalls geschickte Goldschmiede und Münzmeister wurden. K. starb zu Nürnberg zwischen 1516 und 19.

Neudörffer’s Nachrichten von Nürnbergischen Künstlern, herausgegeben von Lochner (Wien 1875). Doppelmayr, Nachricht von Nürnbergischen Künstlern (Nürnberg 1730). Baader, Beiträge zur Kunstgeschichte Nürnbergs (Nördlingen 1860 u. 62).