ADB:Lawätz, Heinrich Wilhelm

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Artikel „Lawätz, Heinrich Wilhelm“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 85–86, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Law%C3%A4tz,_Heinrich_Wilhelm&oldid=- (Version vom 18. Juli 2019, 13:34 Uhr UTC)
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Lawätz: Heinrich Wilhelm L., war geboren in Rendsburg am 27. April 1748, wo sein Vater Justizrath Heinr. Franz L. († 1762) als königl. Proviantmeister [86] lebte. Im elterlichen Hause durch Hauslehrer vorbereitet, bezog er 1764 das Gymnasium in Altona und studirte dann von 1767 zuerst in Leipzig, wo er mit Chr. F. Gellert in Verkehr kam, und darauf in Kiel. Nach vollendeten Studien ward er daselbst als Regierungssecretär bei der damaligen großfürstlichen Regierung angestellt, dann zum Klosterschreiber und Syndikus an dem adeligen Kloster in Uetersen erwählt und 1801 zum Administrator an dem königl. Leihinstitut in Altona ernannt. Als dieses 1813 aufgehoben ward, zog er sich ins Privatleben zurück und starb am 27. Juni 1825. In seiner Jugend fühlte er sich zur Poesie hingezogen. Es erschienen von ihm, nach Gellert’schem Vorbild: „Geistliche Oden und Lieder“, 1775; auch ein Lustspiel: „Die Temperamente“, 1777 zugleich mit einer philosophischen Abhandlung unter demselben Titel, ferner ein Schauspiel „Die Diamanten“, 1795 und noch eine „Sammlung vermischter Lieder“, 1790. Vorher hatte er ein „Moralisches Wochenblatt“ herausgegeben, 1768 in 4 Theilen. – Dann hat er sich als Bibliograph bekannt gemacht durch ein weitläufig angelegtes, aber nicht zu Ende geführtes Werk: „Handbuch für Bücherfreunde und Bibliothekare“, 1. Theil in 4 Bänden, 2. Theil in 2 Bänden mit Nachträgen und dreifachem Register, 1788–95. Die beiden ersten Bände handeln von der Gelehrsamkeit überhaupt, die folgenden geben die Litteratur der Biographie. Auch erschien von ihm 1790 „Neues Journal aller Journale oder skiagraphische Uebersicht der vorzüglichsten Zeitschriften“, 12 Stcke. Ferner verfaßte er: „Die Tugenden und Laster, sowie überhaupt über Neigungen und Leidenschaften der Menschen, belegt mit Beispielen aus der Geschichte“, Flensb. 1789–92, 3 Theile.

Vgl. die Schriftstellerlexika von Kordes, Lübker-Schröder und Alberti s. v. N. Nekrolog d. Deutschen III, S. 1488. Schlesw.-Holst.-Lauenb. Provinzialber. 1825, 4, 583.