ADB:Lehmann, Hermann Friedrich Christoph

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Artikel „Lehmann, Hermann Friedrich Christoph“ von Conrad Bursian in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 138, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lehmann,_Hermann_Friedrich_Christoph&oldid=- (Version vom 20. Juli 2019, 08:13 Uhr UTC)
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Lehmann: Hermann Friedrich Christoph L., Philolog und Schulmann, geb. am 5. Juni 1821 in Greifswald als Sohn eines Bäckermeisters, erhielt seine Vorbildung auf dem Gymnasium seiner Vaterstadt und studirte von Michaelis 1838 an auf der Universität Greifswald, im Sommersemester 1840 in Leipzig, Michaelis 1840 bis Michaelis 1841 in Halle. Nachdem er einige Jahre Hauslehrer gewesen, Ostern 1844 bis Ostern 1845 seiner Militärpflicht genügt hatte, absolvirte er Anfang des Jahres 1846 das Examen pro facultate docendi und war dann mehrere Jahre hindurch als Hülfslehrer am Gymnasium in Stralsund thätig. Ostern 1849 wurde er als Adjunct nach Putbus, Ostern 1851 als ordentlicher Lehrer an das Gymnasium zu Greifswald berufen. Ostern 1861 übernahm er das Directorat des Gymnasiums in Neu-Stettin, welches Amt er, nicht ohne mannigfache Kämpfe gegen widerstrebende Elemente der Bevölkerung, in hochsinniger und segensreicher Weise bis zu seinem am 31. Mai 1879 erfolgten Tode geführt hat. Unter seinen litterarischen Arbeiten ist die bedeutendste das Werk „Claudius und Nero und ihre Zeit“, von welchem nur der erste Band „Claudius und seine Zeit“ (Gotha 1858) erschienen ist; ferner sind zu erwähnen die Schrift „De familiis quibusdam Romanis Caesarum aetate florentibus“ (Gratulationsschrift zur 300jährigen Jubelfeier des Gymnasiums zu Stralsund am 20. April 1860) und die „Geschichte des Gymnasiums zu Greifswald. Zur Feier des 300jährigen Jubiläums dieser Anstalt“ (Greifswald 1861). Außerdem hat er eine Anzahl kleinerer Aufsätze theils historischen, theils philologischen Inhalts in Programmen und wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlicht.

Vgl. Th. Reishaus im Biographischen Jahrbuch für Alterthumskunde, herausgegeben von C. Bursian, II. Jahrgang 1879, S. 33 ff.