ADB:Lindenhan, Andreas Christoph

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Artikel „Lindenhan, Andreas Christoph“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 695, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lindenhan,_Andreas_Christoph&oldid=- (Version vom 21. Juli 2019, 07:45 Uhr UTC)
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Lindenhan: Andreas Christoph L.. Dichter, war geboren in Hadersleben am 17. Februar 1774. Vorbereitet auf der Gelehrtenschule der Vaterstadt, studirte er die Rechte in Kiel und bestand 1793 das Staatsexamen. Dann ließ er sich als Advokat in der Vaterstadt nieder, ward 1814 daselbst zum Bürgermeister und Polizeimeister ernannt, 1825 königlicher Justizrath und starb am 31. December 1836. Von ihm erschien 1815 „Adelaide, ein Gedicht in sieben Gesängen“; 1822 „Dichtungen“, eine Sammlung kleinerer Gedichte; 1823 „Unsterblichkeit, ein Gedicht in zwei Gesängen“, und 1829 sein Hauptwerk, das gewissermaßen seine Lebensarbeit gewesen: „Das gerettete Malta“ in 22 Gesängen, zwei starke Bände. Außerdem lieferte er zahlreiche Beiträge zu verschiedenen Journalen, namentlich zu den von Lotz herausgegebenen Originalien, auch eine Novelle „Die glücklichen Zufälle“, im Taschenbuch Wintergrün, 1824. In den letzten Jahren beschäftigten ihn vorzugsweise historische Studien, insbesondere zur Provinzialgeschichte, deren Resultate in den Schleswig-Holstein-Lauenburgischen Provinzialberichten mitgetheilt, z. B. „Geschichtliche Darstellung der Streitigkeiten zwischen Dänemark und Holstein-Gottorp bis zum J. 1773 fortgesetzt“, die Biographien des Herzogs Hans des Aelteren und Adolph I. Ferner verfaßte er auch viele Aufsätze allgemeinen und philosophischen Inhalts, auch über Polizeiwesen etc.

Vgl. N. Nekrolog d. Deutsch. XV, 39. Lübker-Schröder u. Alberti, Schriftstellerlexikon s. v. Brümmer, Dichterlexikon s. v.