ADB:Lossau, Johann Friedrich Constantin von

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Artikel „Lossau, Johann Friedrich Constantin v.“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 19 (1884), S. 216, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lossau,_Johann_Friedrich_Constantin_von&oldid=2220964 (Version vom 2. August 2015, 01:24 Uhr UTC)
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Lossau: Johann Friedrich Constantin v. L., preußischer General der Infanterie, der Sohn eines preußischen Generals, am 24. Juli 1767 zu Minden geboren, diente in der Infanterie, kam 1799 in den Generalstab, erwarb im russischen Feldzuge von 1812, welchen er als Ouartiermeister mitmachte, die Orden der Ehrenlegion und Pour le mérite, nahm an den Befreiungskriegen an der Spitze einer Brigade (am 22. Juli 1813 im 4. Armeecorps, am 28. November in der pommerschen Landwehr, 1815 im 3. Armeecorps) Theil und verließ den activen Dienst 1833 als Commandant von Danzig. Er ist an dieser Stelle als Militärschriftsteller zu nennen. Seine Arbeiten sind didaktischer Natur, durch alle zieht sich das Bestreben darzuthun, daß bei jedem kriegerischen Ereignisse die Persönlichkeit des Feldherrn derjenige Factor ist, von welchem der Erfolg in erster Linie abhängt, und daß die jedes Mal zu treffenden Maßregeln nicht auf Grund starrer Regeln verfügt werden dürfen, sondern vor allem mit Rücksicht auf die im einzelnen Falle vorliegenden Verhältnisse angeordnet werden müssen. Er schrieb zuerst – ohne sich zu nennen – „Der Krieg. Für wahre Krieger“, Leipzig 1815, als Vorläufer für die „Ideale der Kriegführung in einer Analyse der größten Feldherren“, Berlin 1836, in welchen er Alexander, Hannibal, Cäsar, Gustav Adolf, Turenne, den Prinzen Eugen, Friedrich den Gr. und in einem Nachtrage Napoleon schildert. Den Thaten des letzteren ist seine spätere Arbeit gewidmet, die „Charakteristik der Kriege Napoleons“, Karlsruhe und Freiburg 1843, welche er indessen nur bis zum Kriege von 1812 geführt hat. Er starb zu Berlin am 16. Febr. 1848.

T. Freiherr v. Troschke, Die Militär-Literatur seit den Befreiungskriegen, Berlin 1870.
Poten.