ADB:Mahlknecht, Joseph Anton

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Artikel „Mahlknecht, Joseph Anton“ von Hyacinth Holland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 20 (1884), S. 96, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Mahlknecht,_Joseph_Anton&oldid=- (Version vom 6. Dezember 2021, 15:10 Uhr UTC)
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Mahlknecht: Joseph Anton M., Historienmaler (Neffe des Dominik M.), geb. zu St. Ulrich (Rifeils) in Gröden (Tirol), erst für die gelehrten Studien bestimmt, absolvirte er das Gymnasium zu Brixen, hörte zu Innsbruck bei dem trefflichen Professor Dr. Alois Flir Philosophie und Aesthetik, wendete sich dann ganz zur bildenden Kunst, besuchte vier Jahre lang die Münchener Akademie, lernte unter Philipp Foltz und Schraudolph, dann unter Führich in Wien. Hier zeichnete er den Carton zu dem großen, nachmals in Venedig gemalten Bilde „Christus die Kinder segnend“, welches in Wien und München (1859) ausgestellt, sehr beifällige Aufnahme fand. Indessen bereiste M. Oberitalien und blieb länge Zeit in Rom, kam dann (um 1862) wieder nach München, wo er bis zu seinem leider schon am 6. April 1869 erfolgten Tode verblieb. Er malte vortreffliche Porträts und behandelte mythologische (Philemon und Baucis) und christliche Stoffe. Unter letzteren verdient eine „hl. Notburga“ (gestochen von Felsburg) bleibende Erinnerung; der Künstler schilderte die „mildthätige Magd, wie sie unter einem Thorgewölbe steht und unter die sie umdrängenden Nothleidenden Brodspenden austheilt“ (vgl. Nr. 80, Morgenblatt zur Neuen Münchener Ztg. 21. März 1864). Vieles malte der stille, mehr in sich gekehrte Künstler, welcher nie die verdiente Aufmerksamkeit auf sich zu lenken wußte, für Dr. Eduard von Heuß.

Vgl. Alpenburg, Tiroler Monatsblätter, fortgesetzt von Dr. Isidor Müller, Innsbruck 1859. S. 24–28; Wurzbach 1867. XVI, 283; Nr. 80. Bote für Tirol, 1869.