ADB:Menne, Edilbert

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Artikel „Menne, Edilbert“ von Anton Weis in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), S. 358, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Menne,_Edilbert&oldid=- (Version vom 29. Oktober 2020, 17:57 Uhr UTC)
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Menne: Edilbert M. (Bartholomäus, Simpert), Franciscaner, geb. zu Augsburg am 13. Octbr. 1750, trat am 25. Septbr. 1769 in das Franciscanerkloster zu Hechingen, legte am 26. Septbr. des folgenden Jahres seine Ordensprofeß ab, wurde am 10. März 1776 zum Priester geweiht und nach Vollendung seiner theologischen Studien zum Repetitor der Theologie, nach drei Jahren zum Leiter der Conferenzen über die Moral im Kloster Hechingen, und endlich zum Vicar im Kloster Lechfeld bei Augsburg bestellt. Schon hatte er durch 19 Jahre diese Stelle versehen, als er durch eine ungeschickte Manipulation seines Verlegers, der den von ihm verfaßten Ehekatechismus ohne zuvor eingeholte Approbation des Ordinariates drucken ließ und veröffentlichte, bei dem Generalvicariat in Verdacht kam, und auf Andringen desselben von Lechfeld fort als Beichtvater in das Franciscanerinnenkloster zu Hochalting im Ries versetzt werden mußte. Zufällig fügte es sich, daß der feindselig gestimmte Generalvicar beim Einmarsche der Franzosen in Augsburg (28. Mai 1800) in der Wohnung der Schwester Menne’s, ohne sie zu kennen, eine Zuflucht und sicheres Versteck fand, worauf er zum Danke dafür die ehrenvolle Zurückberufung Menne’s nach Lechfeld verfügte. Dieser aber erbat sich schon 1803 nach dem Tode seines Nachfolgers in Hochalting wiederum diesen stillen Posten, auf dem er bis zu seinem Tode verweilte, nachdem er im Jahre 1826 daselbst sein fünfzigjähriges Priesterjubiläum gefeiert hatte. M. liebte von Jugend auf die Zurückgezogenheit und das Studium, und da er seines schwächlichen Körperbaues halber, für seelsorgerische Arbeiten weniger geeignet war, so suchte er sich seinen geistlichen Mitbrüdern durch Bearbeitung und Herausgabe praktischer Werke (Predigten, Predigtentwürfe, Katechesen, Standesunterweisungen, Betrachtungen) nützlich zu machen. Er besaß eine gewaltige Arbeitskraft und konnte ganze Tage am Schreibpulte zubringen. Das vollständige Verzeichniß seiner zahlreichen Werke (es beläuft sich auf 40 Nummern), die er größtentheils anonym mit dem Beisatze: „Von dem Verfasser der neubearbeiteten Predigt-Entwürfe“ herausgab, steht in „Vierzig Jahrgänge neubearbeiteter Predigt-Entwürfe“, Augsburg 1826, S. XI–XVI.

Felder’s Gelehrten-Lexikon der katholischen Geistlichkeit und der Schweiz, Landshut 1817, Bd. 1. S. 469.