ADB:Merklein, Johann Jakob

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Merklein, Johann Jakob“ von Friedrich Ratzel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), S. 445, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Merklein,_Johann_Jakob&oldid=- (Version vom 24. Juni 2019, 11:57 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Merkle, Matthias
Band 21 (1885), S. 445 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johann Jacob Merklein in der Wikipedia
GND-Nummer 124881335
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|21|445|445|Merklein, Johann Jakob|Friedrich Ratzel|ADB:Merklein, Johann Jakob}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=124881335}}    

Merklein: Johann Jakob M. (nicht Mercklein wie Jöcher und Beckmann schreiben), aus der fränkischen Reichsstadt Windsheim, nach Will’s Vermuthung Sohn des 1684 verstorbenen Arztes Joh. Jak. M., trat 1644 auf dem niederländischen Schiffe „Salm“ als Wundarzt eine Reise nach Indien an, wo er im Dienste der ostindischen Compagnie bis 1653 verweilte. M. machte die Reise nach Batavia über die Azoren und Abrolhos, lernte während seines Aufenthaltes, besonders nachdem er 1648 zum „Oberbarbierer“ ernannt worden und weiterhin nur auf Schiffen Dienste that, Theile von Sumatra, Engano, Malakka, einige der Niederlassungen in Vorderindien, Ceylon und Persien und auf der Rückreise die Tafelbai kennen. Seine Beobachtungen sind weder zahlreich noch mit besonderem Scharfsinn angestellt. Die Aufzeichnung derselben scheint er erst auf des gelehrten Nürnberger Professors Christoph Arnold Wunsch für den Druck vorbereitet zu haben. Dieselben erschienen 1663 zu Nürnberg als Anhang zu Caron’s und Schouten’s „Wahrhaftige Beschreibungen zweyer mächtigen Königreiche Japan und Siam,“ in neuer Ausgabe 1672, und scheinen nie als Sonderausgabe gedruckt worden zu sein. Die viel gelesene „Neunjährige Ostindianische Reise“ des Leipzigers Von der Behr (1668) ist zu einem guten Theil aus Merklein’s Schilderung abgeschrieben. Letztere enthält auch Stellen aus den Reisetagebüchern zweier anderen Nürnberger Indienfahrer, Kratzer und Wehr.

Merklein’s Reisebeschreibung. Will, Nürnberger Gelehrten-Lexikon. 3. Bd. Beckmann, Litteratur d. älteren Reisebeschreibungen. I. 2. Stück.