ADB:Püttmann, Josias Ludwig Ernst

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Artikel „Püttmann, Josias Ludwig Ernst“ von Johann August Ritter von Eisenhart in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 26 (1888), S. 779, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:P%C3%BCttmann,_Josias_Ludwig_Ernst&oldid=- (Version vom 21. September 2019, 16:06 Uhr UTC)
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Püttmann: Josias Ludwig Ernst P., Doctor beider Rechte, Professor des Civilrechts und juristischer Schriftsteller, geb. am 12. Juli 1730 in Ostrau am Fuße des Petersberges unweit Zörbig, † am 28. April 1796 in Leipzig. Püttmanns Vater – Ernst Ludwig P. – bekleidete in Ostrau lange Jahre den Dienst eines adelig-Velthemischen „Amts-Schösser“ (Juridicus) und verbrachte unser Gelehrter daselbst seine Kinderjahre. 1744 kam er auf die Fürstenschule in Grimma; 1748 auf die Universität Leipzig; worauf er nach bestandenem juristischen Examen als Notarius und chursächsischer Advocat Praxis nahm. 1757 begann er mit Erfolg juristische Vorträge in Leipzig zu halten, wurde 1761 dortselbst Doctor beider Rechte, – seine Inauguraldissertation führt den Titel: „De querela inofficiosi testamenti fratribus uterinis haud concedenda“; – 1764 Oberhofgerichts- und Consistorial-Advocat, 1765 außerordentlicher Professor der Rechte, 1771 ordentlicher Professor titul. de V. S. et R. J. wie auch Beisitzer der Juristenfacultät und stieg nach und nach bis zur zweiten Stelle in der Facultät empor. Wegen zunehmender Kränklichkeit wurde ihm auf Ansuchen in Ansehung der Actenarbeiten Dr. Einert als Substitut beigegeben, und zog er sich von da an mehr und mehr von den öffentlichen Geschäften zurück. P. erfreute sich als Lehrer wie als Schriftsteller eines guten Rufes und verband mit seiner juristischer Bildung auch sehr gediegene humanistische, wovon seine zahlreichen Schriften das beste Zeugniß liefern. Sowol Meusel (biogr. Lex. 10, S. 558–63), dann Weidlich (biogr. Nachr. Bd. 2, S. 214–19) geben eine stattliche Liste seiner Arbeiten, welche in die Jahre 1761–81 fallen und zum größten Theile aus Dissertationen und Programmen bestehen. Als warmer Verehrer Gottfried Mascov’s schrieb er (1771) unter dem Titel: „Memoria Gottfridi Mascovii“ dessen Biographie, welcher er eine Sammlung unedierter Briefe von Juristen jener Zeit beigab; 1776 erschienen zu Leipzig, von ihm bearbeitet, mit Vorrede und Anmerkungen Gottfried Mascov’s kleinere Werke (Opuscula). Sein Porträt von Brumme findet sich in Knötzschers juristischem Almanach für d. J. 1794.

Meusel u. Weidlich a. a. O. – Leipziger gelehrtes Tagebuch (von Eck) f. d. J. 1796, S. 44–50.