ADB:Querhamer, Caspar

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Querhamer, Caspar“ von Wilhelm Bäumker in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 27 (1888), S. 40–41, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Querhamer,_Caspar&oldid=- (Version vom 24. Juni 2019, 09:15 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Meinhard von Querfurt
Band 27 (1888), S. 40–41 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Januar 2019, suchen)
GND-Nummer 124537731
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|27|40|41|Querhamer, Caspar|Wilhelm Bäumker|ADB:Querhamer, Caspar}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=124537731}}    

Querhamer: Caspar Q., seit 1534 Bürgermeister zu Halle a. d. S., schrieb gegen Luther: „Der Brieff, oder die Taffel, durch Casparn Q., einem layen vnd Burger zu Hall, vormals außgelassen. Zusamt XXVI Fragen, auch von ihm an die Lutherischen (oder wie sie sich nennen vnd heißen lassen) guten Euangelischen gestellet. 1535“. 4. (Gräfl. Stolbergische Bibl. in Wernigerode). Außerdem ist Q. als Mitarbeiter betheiligt an der Abfassung des ersten katholischen Gesangbuches in deutscher Sprache, herausgegeben von dem Stiftspropste Michael Vehe in Halle. Er verfaßte 25 ganz neue Lieder; andere bereits vor der Reformation bekannte (einstrophige) deutsche Lieder erweiterte er nach dem Vorgange Luthers in der Weise, daß er eine Anzahl neuer Strophen hinzudichtete. Auch einige Melodien zu den neuen Texten rühren von ihm her. Im J. 1546, als [41] in Halle Unruhen ausbrachen, verfiel Q. als Gegner Luther’s der Volksrache. Er wurde fadennackend ausgezogen, und in seinem Brunnen gehenkt und gemartert.

Döllinger, Reformation I, 530 ff. – W. Bäumker, Das kath. deutsche Kirchenlied I, S. 124 ff. – Die Lieder bei Wackernagel, Das deutsche Kirchenlied V, S. 932 ff.