ADB:Rauch, Johann Gerhard

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Rauch, Johann Gerhard“ von Friedrich Otto in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 27 (1888), S. 390–391, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rauch,_Johann_Gerhard&oldid=- (Version vom 15. September 2019, 10:37 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Rauch, Gustav von
Nächster>>>
Rauch, Matthäus
Band 27 (1888), S. 390–391 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand August 2013, suchen)
GND-Nummer 124825680
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|27|390|391|Rauch, Johann Gerhard|Friedrich Otto|ADB:Rauch, Johann Gerhard}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=124825680}}    

Rauch: Johann Gerhard (nicht Georg) R., Dr. med. und praktischer Arzt, geb. im J. 1671, † am 20. Febr. 1748 zu Wiesbaden, alt 76 Jahre und 4 Monate. Er war, wie es bei Jöcher heißt, ein geschickter Medicus und Physikus; das Amt eines Physicus ordinarius zu Wiesbaden bekleidete er schon 1701. In seiner ersten Schrift: „Erinnerungen einiger sonst unheilbaren, doch glücklich kurirten Zuständen u. s. w.“ Mainz 1701, erörtert er den damals „noch nicht genug bekannten innerlichen Gebrauch des mineralischen warmen [391] Wassers in Wiesbaden, so anjetzo in Winterszeit gleichwie im Sommer mit gewünschter Wirkung getrunken wird“, während früher mehr gebadet und die Badezeit meistens in den Frühling und Herbst gelegt wurde. In einer zweiten, mit seinem jüngeren Collegen Dr. Speth im J. 1737 herausgegebenen Schrift („Neue Beschreibung der uralten warmen Brunnen und Bäder zu Wiesbaden“; den langen Titel s. bei v. d. Linde, Die Nassauer Brunnenlitteratur S. 96) legte er die Erfahrungen einer langjährigen Praxis nieder. Das Büchlein (6 Bl. + 72 S.) war lange Jahre die gesuchteste und verbreitetste Schrift über Wiesbaden und erlebte daher mehrere Auflagen, und zwar besorgte R. nach dem frühen Tode von Speth noch zwei: 1740 und 1746, 90 S., eine vierte von 197 S. Dr. Wernborner, gleichfalls Arzt zu Wiesbaden, im J. 1761.

Die Angaben über den Todestag und das Alter sind aus dem Wiesbadener Kirchenbuch entnommen; die Titel der Bücher bei v. d. Linde a. a. O.