ADB:Rudolf II. (Bischof von Verden)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Rudolf II. Bischof von Verden“ von Ernst Landsberg, Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 29 (1889), S. 566, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rudolf_II._(Bischof_von_Verden)&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 02:18 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 29 (1889), S. 566 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Rudolf II. Rühle in der Wikipedia
GND-Nummer 138063796
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|29|566|566|Rudolf II. Bischof von Verden|Ernst Landsberg, Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Rudolf II. (Bischof von Verden)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=138063796}}    

Rudolf II., Bischof von Verdun[1], geboren als Sohn des ehrsamen Bürgers Johann Rühl zu Friedeberg in der Wetterau, trat als R. v. Friedeberg in die Kanzlei Kaiser Karl IV. ein, begleitete den Kaiser auf dessen Römerzug 1355 und war auf dem Reichstage zu Nürnberg 1355, auf welchem der größte Theil der goldenen Bulle verfaßt wurde, als kaiserlicher Geheimschreiber anwesend. Er erhielt vor 1360 eine Propstei zu Wetzlar, wie ihm denn zahlreiche Gnadengaben von Seiten seines Kaisers auch sonst zu Theil wurden. Im J. 1366 wurde er Bischof von Verdun[1], schied als solcher aus der Kanzlei aus, starb jedoch schon 1367, nachdem er am 29. Juni 1367 sein Testament zu Prag gemacht hatte, welches ihn im Besitze nicht unbedeutender Capitalien und Güter, von welch letzteren die meisten in seiner Heimathstadt gelegen und erst von ihm käuflich erworben sind, zeigt. Er wird von mehreren Geschichtsschreibern für den Verfasser der goldenen Bulle gehalten, ohne daß dafür weitere als die in dem Vorhergesagten liegenden schwachen Gründe sprächen.

Gudenus, Cod. Dipl. Mog. III, 480 ff. (unter Mittheilung des Testamentes) und 387. – Böhmer-Huber, Regesten Karl IV., Nr. 3088 u. 3393. – Friedjung, Kaiser Karl IV. und sein Antheil am geistigen Leben seiner Zeit, S. 104–105. – Emil Nerger, die goldene Bulle nach ihrem Ursprung und reichsrechtlichen Inhalt (Göttinger Inaug.-Dissertation, Prenzlau 1877) S. 35.

[Zusätze und Berichtigungen]

  1. a b S. 566. Z. 13 u. 20 v. o. l.: Verden (st. Verdün). Rudolf II. Rühl war Bischof von Verden 1366–77. Er vermachte ecclesie et capelle Verdensi ac ministris ibidem 300 flor. – S. Pfannkuche. Aeltere Gesch. des vormal. Bisthums Verden (1830), S. 186–188. [Bd. 33, S. 798]