ADB:Rugel, Augustin

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Artikel „Rugel, Augustin (Joseph Alexander)“ von Otto Schmid in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 29 (1889), S. 598–599, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rugel,_Augustin&oldid=- (Version vom 9. April 2020, 17:28 Uhr UTC)
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Rugel: Augustin (Joseph Alexander) R., katholischer Geistlicher, geboren am 19. März 1762 zu Gutenzell in Schwaben, † am 13. Juli 1825 zu Neuhausen. Er studirte bei den Jesuiten in Augsburg, trat im August 1779 in das Benedictinerstift Isny ein, wo er bis 1786 seine Studien fortsetzte und am 11. März 1786 zum Priester geweiht wurde; hierauf docirte er den Novizen Philosophie und versah seit 1790 zugleich excurrendo die Pfarre Weiler bei Isny. Im J. 1791 reiste er nach Hamburg und besuchte bei dieser Gelegenheit die Universitäten Göttingen, Würzburg und Tübingen. Nach Hause zurückgekehrt, wurde ihm außer der Professur der Geschichte noch die Leitung des Chores und das Archiv übertragen. Im October 1801 ging R. nach seinem Austritte aus dem Orden nach Schwyz als Rector des neu errichteten Gymnasiums. Am 1. October 1803 kam er als Pfarrer in seine Heimath Gutenzell zurück; am 9. Februar 1817 wurde er Decan und Stadtpfarrer in Ellwangen, am 9. November 1817 auch zweiter Rath des bischöflichen Commissariates. Am 24. Decbr. 1818 erhielt er die Pfarrei Neuhausen auf den Fildern im württembergischen Oberamte Eßlingen, woselbst er am 13. Juli 1825 starb. Rugel’s Schriften tragen meistens den Stempel der am Ende des vorigen Jahrhunderts herrschenden Aufklärung an sich. In den Jahren 1789–93, als er noch im Stifte Isny lebte, schrieb er sehr viele Recensionen für die Salzburger Allgemeine Litteratur-Zeitung, welche meistens mit der Chiffre E. v. R. (Erasmus von Rotterdam) oder mit einem hebräischen R. gezeichnet sind. Ferner veröffentlichte er: „Die Secte der Ilsazianer oder die mit Feuer und Schwert zu vertilgende Ketzerei. Von einem erzintoleranten Toleranzprediger im 3. Jahrgang der Aufklärung Deutschlands“, 1783; „Zwei Reden über Frankreichs Staatsumwälzung und dessen jetzigen Zustand“, 1794; „Biblischer Religionsunterricht“, 1812; „Kosmokratie und Theokratie in ihrer wechselseitigen Verbindung“, 1812; [599] „Die Bestimmung des katholischen Geistlichen oder Bemerkungen über die Schrift: Die Bestimmung des evangelischen Geistlichen“, 1817, einige Predigten und viele Recensionen und Aufsätze in dem Konstanzer Archiv für die Pastoralkonferenzen, 1805–1812.

Vgl. Meusel, Das gelehrte Teutschland, 19. Bd., S. 474. – Felder u. Waitzenegger, Gelehrten- und Schriftsteller-Lexikon, 2. Bd., S. 177–184. – Neher, Statistischer Personalkatalog für das Bisthum Rottenburg, S. 12. – Privatmittheilungen.