ADB:Rusmeier, Michael Christian

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Artikel „Rusmeier, Michael Christian“ von Adolf Häckermann in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 30 (1890), S. 3, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Rusmeier,_Michael_Christian&oldid=- (Version vom 19. Juni 2019, 01:24 Uhr UTC)
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Rusmeier: Michael Christian R., Theolog aus Spener’s Schule, gebürtig aus Lüneburg, lebte von 1711–13 zu Hamburg und in Schweden, wo er eine Abhandlung über die Dreieinigkeit und einen Commentar zu den Briefen Johannis schrieb, war sodann Hauslehrer beim Grafen Reventlow in Dänemark und wurde 1719 von der dänischen Regierung bei der zeitweiligen Occupation Neu-Vorpommerns während des nordischen Krieges zum ordentlichen Professor der Theologie in Greifswald und Pastor zu St. Marien ernannt. Da er ein eifriger Anhänger des Pietismus und Spener’s war und die orthodoxe Richtung der damaligen Zeit auf dem Katheder heftig angriff, erfuhr er leidenschaftliche Anfeindung von Seiten seines Collegen Jeremias Papke (s. A. D. B. XXV, 143), eines Schülers des berühmten Theologen Dr. J. Fr. Mayer (s. A. D. B. XXI, 99), welcher das Haupt der Orthodoxie war, und vertheidigte sich gegen dieselbe in der Schrift: „Abgedrungene Vorstellung“, 1726. Durch König Friedrich von Schweden ward er 1740 zum schwedisch-pommerschen Generalsuperintendenten ernannt und starb als solcher 1745. Seine gelehrten Abhandlungen und ascetischen Schriften, wie „Von den leichten und süßen Wegen Gottes“, 1735, sind in Dähnert’s Katalog der Greifswalder Universitätsbibliothek II, S. 485 aufgeführt.

Kosegarten, Geschichte der Universität Greifswald I, 288. – Pyl, Pom. Geschichtsdenkmäler V, 40 ff.