ADB:Schleiermacher, Andreas

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Artikel „Schleiermacher, Andreas“ von Arthur Wyß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 31 (1890), S. 421, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schleiermacher,_Andreas&oldid=- (Version vom 18. November 2019, 03:49 Uhr UTC)
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Schleiermacher: Andreas August Ernst S., zweiter Sohn des folgenden, Orientalist und hervorragender Bibliothekar, geboren zu Darmstadt am 6. Febr. 1787, † zu Auerbach an der Bergstraße am 13. August 1858. Er studirte von 1803–1805 zu Gießen, Göttingen und Paris Theologie und orientalische Sprachen, wurde seit 1808 bei der Hofbibliothek und bei dem Museum zu Darmstadt beschäftigt und 1811 zum Bibliothekar und zweiten Museumsdirector befördert. Seine Wirksamkeit bei der durch die Büchersammlungen aufgehobener Klöster, sowie durch die Einverleibung der werthvollen Cabinetsbibliothek stark vergrößerten Hofbibliothek war eine ebenso mühsame wie erfolgreiche. Mit großer Einsicht leitete er die zweckmäßige Aufstellung der zusammengebrachten Büchermassen in den dafür überwiesenen Räumen des Residenzschlosses nach einem von ihm ausgearbeiteten System, das später von ihm veröffentlicht wurde und noch gehandhabt wird. Im J. 1821 wurde er zugleich zum Oberfinanzrath, und 1830, unter Enthebung von seinen bisherigen Aemtern, zum geheimen Cabinetssecretär Großherzog Ludwig’s II. ernannt; er erlangte also dieselbe Stellung, welche sein Vater bisher unter Ludwig I. inne gehabt hatte, und bekleidete dieselbe, 1834 zum geheimen Rath ernannt, bis zum Tode Ludwig’s II. (1848). Im J. 1844 war ihm auch die Direction des Museums übertragen worden, aus welcher er 1854 in den Ruhestand trat.

Von seinen Schriften seien hier genannt: „De l’influence de l’écriture sur le langage; mémoire qui, en 1828, a partagé le prix fondé par M. le comte de Volney; suivi des Grammaires barmane et malaie“, Darmst. 1835, 8°; „Alphabet harmonique pour transcrire les langues asiatiques en lettres européennes; mémoire que l’Institut royal de France a couronné en 1827. Prospectus“, Darmst. 1835, 8°; „Bibliographisches System der gesammten Wissenschaftskunde“, 2 Theile, Braunschweig 1847, 8°.

Quellen: Acten im Darmstädter Archiv. – Scriba, Lexikon der Schriftsteller des Großh. Hessen II, 640. – Walther, Beiträge zur näheren Kenntniß der Großherzogl. Hofbibliothek zu Darmstadt, S. 33. – Darmstädter Zeitung 1858, Nr. 223 S. 1111 u. Nr. 226 S. 1127.