ADB:Schmiedel, Christian Theodor

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Artikel „Schmiedel, Christian Theodor“ von Siegmund Günther in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 32 (1891), S. 28, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schmiedel,_Christian_Theodor&oldid=- (Version vom 15. Oktober 2019, 16:50 Uhr UTC)
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Schmiedel: Christian Theodor S., Astronom, geboren am 3. December 1795 zu Dornreichenbach im Königreich Sachsen, † am 20. Juni 1875 auf seinem Gute Zehmen im gleichen Lande. Nach dem frühen Tode des Vaters wurde S. von seiner Mutter trefflich erzogen, machte mit dieser in noch jugendlichem Alter größere Reisen nach Frankreich und Italien und studirte dann seit 1812 an der Akademie zu Freiberg Bergbaukunde. Dann promovirte er noch zu Leipzig als Doctor der Philosophie und zog sich, nachdem auch die Mutter verstorben war, 1815 auf seine Rittergüter Zehmen und Kötzschwitz zurück, um sich gänzlich dem Landleben und stillen wissenschaftlichen Studien zu widmen. Meteorologische und astronomische Beobachtungen füllten seine freie Zeit aus. Er erbaute sich auf Zehmen ein kleines Observatorium, dessen Hauptinstrument er dann nachmals der Leipziger Sternwarte vermachte, und bestimmte die geographischen Coordinaten für ersteren Ort, sowie auch (1824) für Alexandersbad im Fichtelgebirge. Auch die Länge Leipzigs ermittelte er mit Hülfe von Sternbedeckungen, und gleicherweise maß er in dieser Stadt die Größe der magnetischen Declination; endlich wandte er auch mehreren Kometen seine Aufmerksamkeit zu. Schmiedel’s wichtigste astronomische Beobachtungen sind in den Bänden 29 und 32 der „Astronom. Nachrichten“ enthalten.

Vierteljahrsschrift der deutschen astronomischen Gesellschaft, 11. Jahrgang, S. 14.