ADB:Senfft von Pilsach, Ludwig Rudolf

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Senfft zu Pilsach, Ludwig Rudolph von“ von l. u. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 34 (1892), S. 26, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Senfft_von_Pilsach,_Ludwig_Rudolf&oldid=- (Version vom 21. Juli 2019, 09:42 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 34 (1892), S. 26 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand August 2013, suchen)
GND-Nummer 132380110
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|34|26|26|Senfft zu Pilsach, Ludwig Rudolph von|l. u.|ADB:Senfft von Pilsach, Ludwig Rudolf}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=132380110}}    

Senfft: Ludwig Rudolph v. S. zu Pilsach: Sohn des Geh. Rathes und Consistorialpräsidenten Ernst v. S., wurde im J. 1681 zu Pilsach geboren, studirte Jurisprudenz und machte dann zu seiner weiteren Ausbildung verschiedene Reisen. Er wurde im J. 1706 königl. polnischer und kursächsischer Hof-, Justiz- und Legationsrath, und war Domherr, später auch Dompropst zu Naumburg, und starb hier am 21. September 1718 an der Auszehrung, erst 37 Jahre alt. Schon im J. 1715 hatte er das bekannte Sterbelied gedichtet: „Herr Gott, Du kennest meine Tage, Du siehst, daß ich, Dein schwaches Kind u. s. f.“ (in elf Strophen nach der Melodie: „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“), das zuerst im J. 1720 von Joh. Martin Schamelius (A. D. B. XXX, 571) in die von ihm besorgte 3. Auflage des Naumburger Gesangbuches aufgenommen ist und bald eine große Verbreitung fand und noch heute zu den bekanntesten Sterbeliedern gehört, oft mit dem veränderten Anfang: „Du Gott und Vater meiner Tage“.

Schamelius, Lieder-Commentarius, 2. Theil, 1725, S. 372 und Anhang S. 26. – Rambach, Anthologie, IV, 243 f. – Koch, Geschichte des Kirchenliedes u. s. f., 3. Aufl., IV, 389 f. – Bode, Quellennachweis, S. 153. – Döring, Choralkunde, S. 295. – Fischer, Kirchenliederlexikon, 1. Hälfte, S. 263.