ADB:Siber, Thaddäus

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Artikel „Siber, Thaddäus“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 34 (1892), S. 134, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Siber,_Thadd%C3%A4us&oldid=- (Version vom 20. Mai 2019, 03:48 Uhr UTC)
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Siber: Thaddäus S., Mathematiker und Physiker, geb. am 8. September 1774 zu Schrobenhausen in Baiern, wurde 1791 Benedictiner im Stift Scheyern, 1797 Priester, 1798 Hülfspriester zu Fischbachau in Baiern, war dann kurze Zeit Professor am Gymnasium zu Ingolstadt, 1801 Professor der Physik und höheren Mathematik am Lyceum zu Freising, 1803 an dem zu Passau, 1807 Director der Studienanstalt daselbst, wurde 1810 Professor der Chemie, Physik und Mathematik am Lyceum zu München, erhielt 1826 die ordentliche Professur der Physik an der Universität daselbst und war in dieser Stellung bis zu seinem am 30. März 1854 erfolgten Tode thätig. S., der auch Dr. phil. und geistlicher Rath war, veröffentlichte folgende Schriften: „Theorie des Unendlichen nach Schulz und Bendavid“ (Passau 1808); „Anfangsgründe der Physik und angewandten Mathematik“ (Landshut 1815); „Anfangsgründe der Algebra, Geometrie und Trigonometrie“ (ebd. 1819); zusammen mit Thad. Ans. Rixner „Leben und Lehrmeinungen berühmter Physiker am Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts“ (7 Bde., Sulzbach 1819–26); ferner „Anfangsgründe der höheren Mathematik“ (ebd. 1826); „Grundlinien der Experimentalphysik“ (München 1837). Auch rühren von ihm zahlreiche meteorologische Beobachtungen in Kastner’s Archiv für Chemie und Meteorologie und im Gelehrten Anzeiger der Münchener Akademie her.

Nach Poggendorff’s biogr.-litter. Handwörterbuch II, 922 u. Callisen’s med. Schriftstellerlexikon XVIII, 69.