ADB:Sievers, Gottlob Reinhold

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Artikel „Sievers, Gottlob Reinhold“ von Richard Hoche in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 34 (1892), S. 231–232, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sievers,_Gottlob_Reinhold&oldid=- (Version vom 23. Oktober 2019, 02:54 Uhr UTC)
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Sievers: Gottlob Reinhold S., Philologe und Schulmann des 19. Jahrhunderts. Er wurde in Hamburg als der Sohn eines gleichnamigen Kaufmanns am 25. Juni 1811 geboren, erhielt auf dem vaterstädtischen Johanneum [232] von 1824 an seine wissenschaftliche Vorbildung und studirte dann von 1830 an in Göttingen, Kiel und Berlin Philologie und Geschichte. Mit der Dissertation „Commentationes historicae de Xenophontis Hellenicis“, auf Grund deren er am 7. Februar 1833 in Berlin zum Dr. phil. promovirt wurde, führte er sich überaus vortheilhaft ein; die mit dieser begonnene Durchforschung der von Xenophon behandelten Periode blieb zunächst sein wissenschaftliches Arbeitsgebiet. Das Ergebniß dieser Studien war die im J. 1840 erschienene werthvolle „Geschichte Griechenlands vom Ende des peloponnesischen Krieges bis zur Schlacht bei Mantinea“, der schon 1837 die Specialstudie über „Thebens Befreiung von spartanischer Herrschaft“ vorausgegangen war. Später wandte sich S. der römischen Kaisergeschichte zu: 1850 und 1851 erschien in 2 Theilen die Schrift „Tacitus und Tiberius“, 1860 die „Geschichte des Nero und Galba“, 1861 „Antoninus Pius“, 1863 „Aus dem Leben des Libanius“. – S. war nach seiner Promotion nach Hamburg zurückgekehrt und hatte im Februar 1834 eine Beschäftigung als Hülfslehrer an der Gelehrtenschule des Johanneums gefunden, war dann 1835 Collaborator und 1837 ordentlicher Lehrer an der Hamburger Realschule geworden. In dieser bescheidenen Stellung, die ihm für seine gelehrten Studien weder Anregung noch Verwendung bot, starb er am 10. December 1866. Nach seinem Tode wurden aus seinem Nachlasse von seinem Sohne Gottfried noch das „Leben des Libanius“ 1868 und die „Studien zur Geschichte der römischen Kaiser“ 1870 herausgegeben.

Herbst, Nekrolog in der Zeitschrift für das Gymnasialwesen, 1867, S. 944–947. – Progr. der Hamb. Realschule, 1867, S. 4. – Hamb. Schriftsteller-Lexikon, VII, 183 f.