ADB:Staphorst, Nicolaus

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Artikel „Staphorst, Nicolaus“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 35 (1893), S. 457, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Staphorst,_Nicolaus&oldid=- (Version vom 10. November 2019, 02:21 Uhr UTC)
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Staphorst: Nicolaus St., Kirchenhistoriker, geboren am 1. August 1679 in der Stadt Hamburg, Sohn eines Kaufmanns. Vorbereitet auf dem Gymnasium der Vaterstadt, studirte er Theologie in Rostock, wo er 1702 die Magisterwürde sich erwarb und darauf noch in Wittenberg. Am 22. März 1705 ward er zum Pastor an der St. Johanniskirche in Hamburg gewählt und von 1720 an verwaltete er zugleich das Amt eines Predigers am Zionhause daselbst. 1710 gab er neu heraus Joh. Schellhammer’s geistreiche Schriften. Vorzugsweise beschäftigte ihn sein ganzes Leben hindurch die Geschichte der Kirche in seiner Vaterstadt, wofür er alles sammelte, was irgend zu haben war. Die Frucht dieser Bemühung war erst „Verzeichniß einiger zur Hamburger Kirchenhistorie gehörenden Urkunden, welche theils aus Reverendi Ministerii Actis, theils aus hiesiger Stadtbibliothek, theils von guten Freunden gesammelt“. Hamburg 1720. Darnach folgte die Bearbeitung der Hamburgischen Kirchengeschichte: „Historia ecclesiae Hamburgensis diplomatica, d. i. Hamburgische Kirchengeschichte aus glaubwürdigen und mehrentheils noch ungedruckten Urkunden“, Hamburg 1723 bis 1729, in 5 stattlichen Bänden und geht doch nur bis 1531. Die Vollendung des weitläuftig angelegten Werks war dem Verfasser nicht vergönnt. Collectaneen zur Fortsetzung fanden sich in seinem Nachlaß. Das Werk, so ausführlich, hat noch immer hohen Werth, besonders auch durch die vielen mitgetheilten historischen Urkunden. Außer diesem erschien noch von ihm: „Die Bekenntniß der Kirchen in Hamburg“ 1728 und „Jährliche Gestalt des Hamburgischen Predigt-Amptes“ 1728. Er starb am 7. Juli 1731.

Jöcher. – Moller, Cimbria litt. I, 654. – Janßen, Nachr. 128. 301. – Hamb. Schriftsteller-Lexikon VII, 280.