ADB:Suttner, Joseph Georg

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Artikel „Suttner, Joseph Georg“ von Friedrich Lauchert in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 54 (1908), S. 639, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Suttner,_Joseph_Georg&oldid=- (Version vom 20. Oktober 2019, 12:33 Uhr UTC)
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Suttner: Joseph Georg S., katholischer Theologe, geboren am 25. März 1827 zu Landau in der Pfalz, † am 16. September 1888 zu Eichstätt. Er besuchte, nachdem sein Vater als Beamter nach Kastl (Oberpfalz) versetzt worden war, seit 1836 die Studienanstalt zu Amberg, von Herbst 1839–1844 das Gymnasium zu Eichstätt, studirte dann daselbst Theologie und wurde am 7. April 1849 zum Priester geweiht. Herbst 1850 wurde er Docent der Homiletik und Liturgik am bischöflichen Lyceum daselbst, auch Custos an der kgl. Bibliothek, am 1. November 1852 Professor der genannten Fächer, 1860 bischöflicher geistlicher Rath; Herbst 1863 übernahm er zu den früheren Fächern auch die Kirchengeschichte; am 15. April 1867 wurde er Domcapitular, 1871 Generalvicar; daneben behielt er, während er die übrigen Fächer jetzt abgab, das Lehramt der Kirchengeschichte noch bis 1886 bei; am 19. Mai 1885 wurde er zum Dompropst ernannt, am 21. Juli als solcher instituirt.

S. entfaltete eine rege schriftstellerische Thätigkeit und machte sich besonders um die Eichstätter Diöcesangeschichte in hervorragender Weise verdient. Das „Pastoral-Blatt des Bisthums Eichstätt“, das er von 1854–1884 (1.–31. Jahrgang) redigirte, enthält von ihm eine Reihe von größeren und kleineren Specialuntersuchungen besonders aus diesem Gebiete, neben Arbeiten aus dem Gebiete der Liturgik. Von selbständig erschienenen Schriften sind zu nennen: „Boethius der letzte Römer. Sein Leben, sein christliches Bekenntniß, sein Nachruhm“ (Programm des Lyceums, Eichstätt 1852); „Maurus Xaverius, Abt von Plankstetten“ (Eichstätt 1857); „Geschichte des bischöflichen Seminars in Eichstätt. Nach den Quellen bearbeitet“ (Programm, Eichstätt 1859); „Bibliotheca Eystettensis dioecesana. Ein Beitrag zur Herstellung von Annalen der Litteratur des Bisthums Eichstätt“, 1. und 2. Abtheilung (Programme, Eichstätt 1866 u. 1867; jährliche Fortsetzungen dieser Diöcesan-Bibliographie erschienen weiterhin im Pastoral-Blatt); „Tabula Leonrodiana Eystettensis explicata et illustrata. Accedunt vitae Pontificum Eystettensium ad saeculum usque XVI ex Pontificali Gundecariano descriptae“ (Eichstätt 1867; Beilage zum Pastoral-Blatt, 14. Jahrg. 1867); „Schematismus der Geistlichkeit des Bisthumes Eichstätt für das Jahr 1480“ (Programm, Eichstätt 1879); „Baugeschichte des Domes in Eichstätt. Eine Skizze“ (Eichstätt 1882). Ferner gab S. heraus: „Raymundi Antonii Episcopi [Raimund Anton, Graf von Strasoldo, Bischof von Eichstätt 1757 1781] Instructio pastoralis emendata et aucta iussu et auctoritate Reverendissimi ac Illustrissimi Patris ac Domini Georgii sacrae Sedis Eystettensis Episcopi ad Clerum dioecesanum“ (Eichstätt 1854); „Hodoeporicon S. Willibaldi: Die Pilgerfahrt des hl. Willibald mit Text und Commentar“ (Eichstätt 1857); „Matrikel des Bisthums Eichstätt vom Jahre 1875“ (Eichstätt 1882). Für die 2. Auflage des Kirchen-Lexikons von Wetzer und Welte verfaßte S. den Artikel über das Bisthum Eichstätt, Bd. IV (1886), Sp. 242–255.

Pemsel, Joseph Georg Suttner; Eichstätt 1895. Auch im Pastoral-Blatt des Bisthums Eichstätt, 1895, Nr. 13–25. – Pruner, Trauerrede; im Pastoral-Blatt 1888, Nr. 27. – Historisches Jahrbuch, 9. Bd., 1888, S. 798 f. (A. Hirschmann). – Verhandlungen des historischen Vereins von Oberpfalz und Regensburg, 43. Bd. 1889, S. 235–237 (Berdolt). – Romstöck, Personalstatistik und Bibliographie des Lyceums in Eichstätt (Ingolstadt 1894), S. 162–164.