ADB:Welte, Benedict

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Artikel „Welte, Benedict“ von Franz Heinrich Reusch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 41 (1896), S. 692, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Welte,_Benedict&oldid=- (Version vom 21. September 2019, 18:16 Uhr UTC)
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Welte: Benedict W., katholischer Theologe, geboren 1805 zu Ratzenried, † am 27. Mai 1885 zu Rottenburg. Er machte seine Studien zu Tübingen, wurde 1833 Priester, 1835 Repetent im Convict zu Tübingen. 1836 übernahm er die Vorlesungen des am 31. Juli gestorbenen Professors der alttestamentlichen Exegese, J. G. Herbst (s. A. D. B. XII, 50), wurde 1837 zum Hülfslehrer, 1838 zum außerordentlichen, 1840 zum ordentlichen Professor für dieses Fach ernannt, welches er eine Reihe von Jahren ehrenvoll vertrat. Die letzten Jahre verlebte er, körperlich und geistig arbeitsunfähig, als Domcapitular in Rottenburg. 1840–44 besorgte W. die Herausgabe von J. G. Herbsts „Historisch-kritischer Einleitung in das A. T.“ in vier Bänden. Er hat das Manuscript von Herbst vielfach vervollständigt und berichtigt, bei manchen einzelnen Fragen conservativere Anschauungen vertheidigt. Der vierte Band, die deutero-kanonischen Bücher, ist ganz von W. verfaßt. Seine conservative Richtung bekundet W. auch in der 1841 erschienenen Schrift „Nachmosaisches im Pentateuch beleuchtet“. Manche Punkte der alttestamentlichen Einleitung hat er in Aufsätzen und Recensionen in der Tübinger Quartalschrift und in Artikeln des Kirchenlexikons behandelt. Die einzige eigentlich exegetische Arbeit ist „Das Buch Hiob übersetzt und erklärt“ (1849). Unter den katholischen Gelehrten des 19. Jahrhunderts, die als Lehrer und Schriftsteller auf dem Gebiete der alttestamentlichen Wissenschaft gearbeitet haben, nimmt W. wenn nicht den ersten Platz, so jedenfalls einen der ersten Plätze ein. So lange W. in Tübingen Ordinarius war, war er auch Mitherausgeber der Tübinger Theologischen Quartalschrift. 1846 übernahm er mit Professor J. H. Wetzer in Freiburg die Redaction des von dem Herder’schen Verlag in Freiburg von 1854 an veröffentlichten Kirchenlexikons, welches 1860 mit dem Generalregisterbande (12 Bände) vollendet wurde. Die zweite Auflage erscheint seit 1882, begonnen von Cardinal Hergenröther, fortgesetzt von Prof Fr. Kaulen in Bonn.

A. M. Weiß, Herder. Freiburg 1889. – Hurter, Nomenclator III, 795, 1268. – Werner, Gesch. der kath. Theologie, S. 473 u. f.