ADB:Tanner, Anton

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Tanner, Anton“ von Friedrich Lauchert in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 54 (1908), S. 669–670, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Tanner,_Anton&oldid=- (Version vom 20. Oktober 2019, 21:57 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Taaffe, Franz Graf
Nächster>>>
Tappenbeck, Hans
Band 54 (1908), S. 669–670 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Anton Tanner in der Wikipedia
GND-Nummer 139745688
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|54|669|670|Tanner, Anton|Friedrich Lauchert|ADB:Tanner, Anton}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=139745688}}    

Tanner: Anton T., katholischer Theologe, geboren am 22. August 1807 zu Arth im Kanton Schwyz, † am 22. November 1893 zu Luzern. T. vollendete seine Gymnasialstudien an der Studienanstalt in Luzern, die er seit Herbst 1824 besuchte, begann dann an der theologischen Lehranstalt daselbst unter Gügler, Franz Geiger und Widmer die theologischen Studien und setzte diese 1829 in Tübingen fort, wo Hirscher, Drey und Möhler einen entscheidenden Einfluß auf ihn ausübten; 1830 trat er in das Priesterseminar in Chur ein und empfing Ostern 1831 die Priesterweihe. Herbst 1831 wurde er Secundarlehrer in Hitzkirch; von Herbst 1834 bis 1851 war er Gymnasiallehrer in Luzern, 1851–1876 Professor der Apologetik und Dogmatik an der theologischen Lehranstalt daselbst, seit 1843 zugleich Chorherr des Stifts St. Leodegar im Hof, 1851 Custos desselben, 17. Februar 1865 Stiftspropst, 1865–1884 auch Mitglied des kantonalen Erziehungsrathes und seit 1868 der Studiendirection; 1862 Dr. theol. h. c. (Freiburg i. B.), 1885 bischöflicher Commissar, 1886 nichtresidirender Domherr. – Größere Schriften: „Das Reich Gottes auf Erden, oder katholische Religionslehre für höhere Schulen und gebildete Christen“ (Luzern 1841); „Ueber das katholische Traditions- und das protestantische Schrift-Princip. Ein Beitrag zur Symbolik“ (ebd. 1862); „Vorlesungen über den Materialismus“ (ebd. 1864); „Ueber das Verhältniß von Vernunft und Offenbarung“ (ebd. 1864; zuerst in den „Kathol. Schweizer-Blättern für Wissenschaft und Kunst“); „Sammlung von Predigten über freie Texte“ (Einsiedeln 1866). Eine Menge von kleineren wissenschaftschaftlichen [670] Arbeiten zur Apologetik und über kirchenpolitische und sociale Fragen erschienen besonders in den „Katholischen Schweizer-Blättern“ 1859–1870 und in der nach längerer Unterbrechung seit 1885 erscheinenden neuen Folge derselben.

Joh. Schmid, Propst Dr. Anton Tanner; Kathol. Schweizer-Blätter, N. F. 9. Jahrg. 1893, S. 563–573; 10. Jahrg. 1894, S. 94–105. – Derselbe im „Vaterland“, 1893, Nr. 269–271. – Die kathol. Bewegung, N. F. 7. Jahrg. 1894, S. 147–151.