ADB:Taxis, Christian Adam Egon Joseph Prinz von

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Artikel „Taxis (Thurn und Taxis), Christian Adam Egon Joseph Prinz von“ von Josef Rübsam in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 37 (1894), S. 483–484, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Taxis,_Christian_Adam_Egon_Joseph_Prinz_von&oldid=- (Version vom 5. Dezember 2019, 23:25 Uhr UTC)
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Taxis (Thurn und Taxis): Christian Adam Egon Joseph, Prinz von Th. und T., wurde als der jüngere Bruder des Fürsten Alexander Ferdinand (S. 477) am 8. October 1710 geboren. Am 30. April 1720 zum Capitular der Metropolitankirche zu Köln ernannt, widmete er sich, da er zum geistlichen Stande keinen Beruf fühlte, der militärischen Laufbahn. Am 1. März 1725 erkaufte sein Vater, Fürst Anselm Franz (S. 479), für ihn eine Compagnie im kaiserlichen Dragonerregiment des Grafen v. Velen. „In Ansehung seines altmeritirten fürstlichen Geschlechtes und Herkommens und der sowohl in politicis et civilibus als auch in militaribus geleisteten treuen Dienste“ ernannte Kaiser Karl VI. den kaum 21jährigen Prinzen, nachdem er am 2. Februar 1729 Hubertusritter geworden war, zu seinem wirklichen Kämmerer. Am 26. December 1734 erfolgte durch ein von dem Prinzen Eugen von Savoyen contrasignirtes kaiserliches Patent die Erhebung Christian’s zum wirklichen Obersten zu Pferd. Bald nach dem Tode Karl’s VI. trat er in die Dienste des aus dem Hause Wittelsbach erhobenen Kaisers Karl VII., welcher ihn durch Hofkriegspatent vom 14. März 1742 zum kaiserlichen und königlich böhmischen Generalfeldwachtmeister und Obristen ernannte und versprach, daß das von dem Prinzen Christian unter großen Kosten aufgestellte Dragonerregiment allzeit bei dem Hause von Thurn und Taxis verbleiben solle. Trotz aller Wandlungen, welche dieser dem Kaiser Karl VII. zur Verfügung gestellte Truppentheil im Laufe der Zeit ausgesetzt war, behielt das fürstliche Haus stets die Oberstinhaberschaft über das nunmehr als zweites bairisches Chevauxlegersregiment „Taxis“ formirte Regiment. Nachdem Generalmajor Prinz Christian am 20. Februar 1745 zu Paris verschieden war, ging das Regiment Taxis, welches in den Scharmützeln bei Pfarrkirchen, Vilshofen und Moosburg im Frühjahre 1745 mit den Oesterreichern die Waffen gekreuzt, auf den Prinzen Friedrich August von Th. und T., jüngeren Bruder des Fürsten Karl Anselm (S. 504), über.

Geschichte und Thaten des k. bayerischen 2. Chevaulegersregiments Fürst von Thurn u. Taxis. Ansbach 1847. – F. Münich, Zwei bayerische Standarten. – Im Sammler. Beilage zur Augsb. Abendztg. XLII. Jahrg. (1873) Nr. 14. – Rosenbusch und v. Pöllnitz, Das königl. bayer. 2. Chevaulegersregiment [484] „Taxis“. München 1882. – F. Münich, Aus dem Leben des Fürsten Karl Theodor von Th. u. T. S. 13 ff. München 1869. – v. Wurzbach XLV, 71.