ADB:Teelinck, Ewald

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Artikel „Teelinck, Ewald“ von Jacob Cornelis van Slee in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 37 (1894), S. 526, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: http://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Teelinck,_Ewald&oldid=1699901 (Version vom 24. April 2014, 23:49 Uhr UTC)
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Teelinck: Ewald T., um 1574 vielleicht zu Middelburg, wahrscheinlicher aber zu Zierickzee geboren, war der älteste Sohn des Bürgermeisters Justus Ewald T. und der Johanna de Jonge. Schon frühe vertraute sein Vater ihn der Leitung Marnix’s von St. Aldegonde an, und der junge Ewald verweilte infolge dessen auf dem Schloß zu West-Souburg. Muthmaßlich verdankte er diesem Staatsmanne allein seine juristische Bildung, denn sein Name findet sich nicht in der Liste der zu Leiden Studirenden. Nach dem Tode seines Vaters, 1594, trat er in den Dienst seiner Vaterstadt und wurde dort schon 1598 Bürgermeister. 1603 aber folgte er Jacob Valcke als Generalschatzmeister von Zeeland und er bekleidete dieses Amt mit Ehren bis zu seinem 1629 erfolgenden Tode. T., der dreimal verheirathet war, war nicht nur ein trefflicher Verwalter, sondern auch ein höchst rechtschaffener und frommer Mann, welcher sich mit besonderer Liebe und großem Fleiße den theologischen Studien ergab und mehrere Schriften religiöser Art verfaßte, welche er anspruchslos unter den Pseudonymen „Irenaeus Philalethias“ und „Alexius Philopator“ veröffentlicht hat. Voetius lobte ihn nicht nur als „eximium et pium politicum, in scripturis si quisquam potentissimum,“ sondern nennt ihn auch „virum, qui multos theologos docere potuit“. Sehr zuwider waren ihm die kirchlichen Zwistigkeiten seiner Zeit; wiewohl er sich unbedingt zu den Calvinisten bekannte, ermahnte er doch eindringlich zu Mäßigung, Frieden und Lebensfrömmigkeit. Dieser Milde halber war er den unversöhnlichen Theologen nicht genehm, erfreute sich aber um so mehr der Hochachtung aller wahrhaft Wohldenkenden. Die bedeutendsten von ihm hinterlassenen Schriften, welche besonders die Ereignisse seines Zeitalters vom religiösen Gesichtspunkte aus ins Auge faßten, sind folgende: „Philomator of Christelycke Samensprekinge van ’t recht der Kerkken of kerkkelicken saken“ (Midd. 1616, Utr. 1651); „Querela patriae ofte klachte des Vaderlandts over de teghenwoordige Swarichedem door ettelycke niewgezinden leeraars in den lande van Holland verwekt“ (Amst. 1617); „Cleophas of Christelycke verschillen en van de middelen om dezelve te stillen“ (Amst. 1617); „Querelae ecclesiae“ (Midd. und Amst. 1617, 1618, 1622); „Christelycke klachte van eenigen godsalige heyden over hare onvruchtbaarheyd in het ware Christelycke leven“ (Midd. 1618); „Klauwe van de beeste of blykelicke teekenen des antechrists“ (Amst. 1619); „Sulamit i of baniere des Vredes“ (Amst. 1621); „Vyer en wolckcolomme“ (Amst. 1622, Utr. 1649); „Een creupele bode“ (Amst. 1624); „Amos of de ziender Israels, ontdeckende de gelegentheyt van ’t Gereformeert Christen wesen“ (Midd. 1625); „De wachter brengende tydinghe van de nacht, d. i. van het overgaen van Breda“ (Haag 1625); „De tweede wachter, tydinghe brengende van ’t overgaen van Bahia“ (Haag 1625); „De derde wachter, van de verstroyinghe van onze vloot voor Duynkercke“ (Haag 1625); „Babylon ofte Naakte ontdecking van het antichristische ryk“ (Utr. 1650); „Bileam ofte der blinde papist“ (Utr. 1651); und weiter „Boheemsch geluyd“, „Een harde bode“, „Mizpa“, „Tekel“ und „Jojachar“.

de la Rue, Gelett. Zeeland Bl. 331 vv. – v. d. Aa, Biogr. Woordb. – Glasius, Godgel. Nederl. – Nagtglas, Levensberichten van Zeeuwen, Bl. 744, Middelb. 1893.
J. C. van Slee.