ADB:Vadder, Lodewyk de

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Artikel „Vadder, Lodewyk de“ von Hermann Arthur Lier in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 39 (1895), S. 454–455, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Vadder,_Lodewyk_de&oldid=- (Version vom 12. November 2019, 18:11 Uhr UTC)
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Vadder: Lodewyk de V., Maler und Kupferstecher, wurde im J. 1605 in Brüssel geboren und am 8. April dort getauft. Im J. 1628 wurde er Mitglied der Brüsseler Malergilde und starb in Brüssel im August 1655. Ueber seinen Bildungsgang sind wir nicht unterrichtet. Von seinen Gemälden sind nur wenige bekannt. Sicher gehören ihm an zwei Bilder in der Sammlung der Würzburger Universität, von denen das eine „einen Weg am Waldrand“, das andere, skizzenhaft gehaltene „ein Dorf hinter Bäumen“ darstellt, ferner der „Waldweg“ im Stockholmer Museum und die „Dünenlandschaft“ in englischem Privatbesitz zu Hadzor bei Droitwich. Diese vier Bilder sind bezeichnet, während die in den Galerien zu München, Lille, Darmstadt und Innsbruck (?) unter seinem Namen bekannten Gemälde keine Bezeichnung tragen. Leider sind die acht großen Landschaften, mit denen sich V. an der Ausschmückung des Refectoriums der Peterabtei zu Gent betheiligte, nicht mehr erhalten. V. läßt in allen diesen Bildern eine breite und flüchtige Behandlung namentlich der Bäume erkennen und bevorzugt die Wolken mit gelbem Sonnenschein, die das besondere Merkmal der Brüsseler Landschaftsmalerei bilden. Als Radirer steht V. an der Spitze der auf dem Gebiete der Landschaft besonders ausgezeichneten niederländischen Schule. Sein Werk, soweit es bis heute bekannt ist, beläuft sich auf nur 11 Blätter, unter denen sich eine zusammengehörende Folge von 8 Blättern befindet.

Vgl. A. Bartsch, Le peintre-graveur V, 57–71. A Vienne 1805. – Christ. Kramm, De levens en werken der hollandsche en vlaamsche [455] Kunstschilders VI, 1665. Amsterdam 1863. – A. J. Wauters, La peinture flamande. Paris 1884. S. 320. – Kunstchronik XXI, 523. Leipzig 1886. – A. Woltmann und K. Woermann, Geschichte der Malerei III, 526. Leipzig 1888. – Ch. Le Blanc, Manuel de l’amateur d’estampes VI, 79. Paris 1890. – H. Semper, Die Gemäldesammlung des Ferdinandeum in Innsbruck I, 71. Innsbruck 1886. – Repertorium für Kunstwissenschaft XIII, 357. Berlin und Stuttgart 1890.