ADB:Velthusen, Johann Kaspar

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Wechseln zu: Navigation, Suche

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Velthusen, Johann Kaspar“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 39 (1895), S. 597–598, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Velthusen,_Johann_Kaspar&oldid=2508315 (Version vom 19. Oktober 2017, 05:31 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Velthem, Lodewijk van
Nächster>>>
Veltwyk, Gerhard
Band 39 (1895), S. 597–598 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johann Kaspar Velthusen in der Wikipedia
GND-Nummer 117369713
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Kopiervorlage  
* {{ADB|39|597|598|Velthusen, Johann Kaspar|Carsten Erich Carstens|ADB:Velthusen, Johann Kaspar}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117369713}}    

Velthusen: Johann Kaspar V., evangelischer Theologe, geboren am 7. August 1740 zu Wismar, als Sohn eines Kaufmanns. Von 1759 an bis 1764 studirte er in Göttingen Theologie und Philologie. Er war Mitglied des Seminars bei Heyne. In der Theologie war sein Hauptlehrer Walch. Seine erste Anstellung fand er 1767 als Diakonus in Hameln, aber schon 1770 ward er Hofcaplan und später zweiter Hofprediger an der deutschen Hofcapelle [598] in London. Seines Bleibens war hier jedoch auch nicht lange. 1773 ging er als Superintendent nach Gifhorn (Lüneburg) und 1775, nachdem er von der theologischen Facultät in Göttingen zum Dr. theol. creirt worden war, folgte er dem Ruf als ordentlicher Professor der Theologie an der Universität in Kiel. Er docirte hier mit außerordentlichem Beifall. 1778 folgte er dem Ruf an die Universität Helmstedt, 1787 ging er von hier als prof. primarius an die Universität Rostock, wo ihm zugleich die Generalsuperintendentur übertragen ward und 1791 wieder nach Stade als Generalsuperintendent der Herzogthümer Bremen und Verden. Er starb am 13. April 1814.

Es sind außer den Beiträgen zu Zeitschriften 80 Schriften von ihm verzeichnet, darunter eine große Reihe akademischer Gelegenheitsschriften in lateinischer Sprache. Wir nennen noch: „Das Hohelied. Begleitet mit einem vollständigen Kommentar und histor.-krit. Untersuchungen“ (1786); „Der Amethyst. Beitrag histor.-krit. Untersuchungen über das hohe Lied in näherer Beziehung auf die Geschichte der Menschheit“ (1786) ; „Catena cantilenarum in Salomonem duplici interpretatione, altera liberiore, strictiore altera expressit et modulationis hebraicae notas apposuit“ (1786); „Biblisches Handbuch für selbstprüfende Leser“ (1788, 2. A. 1791). Mit Kuinoel und Ruperti „Commentationes theol.“ (1794–99, 6 Vol.; „Religionsunterricht nach d. h. Schr.“ (3. A. 1790); „Zweiter Katechismus“ (5. A. 1799). Mehrere einzelne Predigten und eine Sammlung „Predigten, Homilien und Reden“ (1783).

Schüler’s Gesch. der Veränderungen des Geschmacks im Predigen. Halle 1794. Bd. III, S. 264. – Meusel, Gel. Teutschland VIII, 195. – Thieß, Gelehrtengesch. d. Univ. Kiel, 1803. Bd. II, S. 127. – Köster, Gesch. d. Stud. d. prakt. Theol. in Kiel, S. 49. – Carstens, Gesch. d. theol. Facult. zu Kiel. 1874. S. 40.