ADB:Wiebel, Johann Wilhelm von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Wiebel, Johann Wilhelm von“ von Hermann Frölich in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 42 (1897), S. 372, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Wiebel,_Johann_Wilhelm_von&oldid=- (Version vom 19. September 2019, 21:55 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Wiebe, Hermann
Nächster>>>
Wiebke, Barthold
Band 42 (1897), S. 372 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Johann Wilhelm von Wiebel in der Wikipedia
GND-Nummer 117579734
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|42|372|372|Wiebel, Johann Wilhelm von|Hermann Frölich|ADB:Wiebel, Johann Wilhelm von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=117579734}}    

Wiebel: Johann Wilhelm v. W., deutscher Militärarzt, geboren am 24. October 1767 in Berlin, † am 6. Januar 1847 ebenda, promovirte 1795 in Erlangen mit der Dissertation „Analecta quaedam de ulceribus pedum vetustis“, wurde 1784 preußischer Compagniechirurg, 1807 Generalchirurg, 1814 Leibarzt des Königs, 1815 geh. Obermedicinalrath, 1822 erster Generalstabsarzt und Chef des Militärmedicinalwesens, als der er 1827 geadelt wurde, und stieg 1836 an Hufeland’s Stelle zum ersten Leibarzte des Königs auf. Seine Verdienste bestehen darin, daß er für die veraltete eine neue Heilmittelwirthschaft im Heere einführte, und eine gründlichere Ausbildung der Militärärzte veranlaßte. Unter seinem Einflusse wurden 1832 für den niedern Sanitätsdienst Sanitätsunterofficiere (Chirurgengehülfen, wie sie damals hießen; Lazarethgehülfen, wie sie jetzt genannt werden) angestellt, die noch jetzt einen unentbehrlichen Heeresbestandtheil bilden. 1834 erschienen neue „Vorschriften für den Dienst der Krankenpflege im Felde“, nach denen für jedes Armeecorps ein Feldlazarethstab mit 3 leichten und 3 schweren – letztere wurden 1844 in ein Hauptlazareth vereinigt – vorgesehen waren. Schon 1834 feierte der einfache und biedere Mann sein fünfzig-, am 1. October 1844 sogar sein sechzigjähriges Dienstjubiläum. Sein Bildniß ziert den 3. Band von Rust’s Magazin u. s. w. 1818. Seine litterarischen Leistungen sind „Beschreibung neuer Instrumente zur Verrichtung des hohen und Seitensteinschnitts angegeben von Montagna“ (Gräfe’s und Walther’s Journal 1822), „Med.-chir. Neuigkeiten aus Paris“ (ebenda 1825), und eine Anzahl amtlicher Berichte z. B. „Zusammenstellung der bisherigen Resultate der Revaccination der Armee“ (Rust’s Magazin u. s. w. 1831).

Dr. J. W. v. Wiebel in lebensgeschichtlichen Umrissen u. s. w. Berlin 1834. – Neuer Nekrolog der Deutschen. Jahrg. 25, 1847, II. 875. – Callisen, XXI, 128, XXXIII, 289. – Biogr. Lexikon der hervorragenden Aerzte VI.