ADB:Zedlitz und Neukirch, Leopold Freiherr von

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Artikel „Zedlitz und Neukirch, Leopold Ernst Gottlieb Konrad Freiherr von“ von Bernhard von Poten in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 44 (1898), S. 748–749, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Zedlitz_und_Neukirch,_Leopold_Freiherr_von&oldid=- (Version vom 18. September 2019, 03:35 Uhr UTC)
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Zedlitz: Leopold Ernst Gottlieb Konrad Freiherr von Z. und Neukirch, Schriftsteller, am 7. Juli 1792 auf dem väterlichen Gute Tiefhartmannsdorf im Kreise Schönau in Pr.-Schlesien geboren und auf dem Pädagogium zu Halle erzogen, trat 1812 beim Kürassierregimente Fürst Moritz Lichtenstein Nr. 6 in den österreichischen Heeresdienst, machte als Officier im J. 1813 den Befreiungskrieg in Sachsen mit, wurde am 30. October in der Schlacht bei Hanau verwundet, nahm 1814 als Ordonnanzofficier des Feldmarschalllieutenant Graf Nostiz-Rieneck, welcher das österreichische Kürassiercorps befehligte, am Feldzuge in [749] Frankreich theil, gehörte zu den Begleitern der Kaiserin Marie Louise und des Königs von Rom auf deren Reise von Rambouillet nach dem Schlosse Weinzierl in Oberösterreich, war während des Wiener Congresses 1814/15 dem Könige Friedrich VI. von Dänemark beigegeben, ward darauf dem Hofstaate des Erzherzogs Ludwig zugetheilt, schied 1818 als Rittmeister aus dem österreichischen Dienste, begab sich zunächst auf Reisen, lebte alsdann in Schlesien und seit 1827 zu Berlin, wo er am 26. October 1864 gestorben ist. – Als Schriftsteller war er besonders auf statistischem und geographischem Gebiete thätig, die unten aufgeführten Quellen nennen die zahlreichen von ihm herausgegebenen Bücher, außerdem arbeitete er vielfach an Zeitungen und Zeitschriften. Von seinen selbstständigen Werken sind die bemerkenswerthesten: „Frankreich als Militärstaat zehn Jahre nach dem Pariser Frieden“ (Leipzig 1825); „Die Staatskräfte der preußischen Monarchie unter Friedrich Wilhelm III.“ (Berlin 1828–30, 3 Bde.); „Preußisches Adelslexikon“ (Leipzig 1836–40). Sein „Pantheon des Preußischen Heeres“ (Berlin 1835–36, 2 Bände) ist ganz unbedeutend. – Z. gehörte zu den Stiftern der Berliner Geographischen Gesellschaft.

Verzeichniß der im Jahre 1845 in Berlin lebenden Schriftsteller und ihrer Werke, herausgegeben von W. Koner. Berlin 1846. – C. von Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, 59. Bd. Wien 1890.