Abseits (Storm II)

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Textdaten
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Autor: Theodor Storm
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Titel: Abseits
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aus: Sommergeschichten und Lieder, S. 14–15
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Entstehungsdatum: 1849
Erscheinungsdatum: 1851
Verlag: Duncker
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Erscheinungsort: Berlin
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Quelle: Commons und Google
Kurzbeschreibung: Gedicht
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[14]
Abseits.


Es ist so still; die Heide liegt
Im warmen Mittagssonnenstrahle,
Ein rosenrother Schimmer fliegt
Um ihre alten Gräbermale;

5
Die Kräuter blühn; der Haideduft

Steigt in die blaue Sommerluft.

Laufkäfer hasten durch’s Gesträuch
In ihren goldnen Panzerröckchen,
Die Bienen hängen Zweig um Zweig

10
Sich an der Edelhaide Glöckchen;

Die Vögel schwirren aus dem Kraut –
Die Luft ist voller Lerchenlaut.

[15]

Ein halbverfallen Schindelhaus
Steht einsam hier und sonnbeschienen;

15
Der Käthner lehnt zur Thür hinaus,

Behäglich blinzelnd nach den Bienen;
Sein Junge auf dem Stein davor
Schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.

Kaum zittert durch die Mittagsruh

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Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;

Dem Alten fällt die Wimper zu,
Er träumt von seinen Honigerndten.
– Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit.